05 May 2026, 14:39

Recklinghausen diskutiert Strategien gegen Hass im Netz und Jugendradikalisierung

Eine große Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Kampf für Hassjustiz' steht, durch die Straße. Einige tragen Masken und halten Schilder oder Taschen, während andere Taschen tragen. Im Hintergrund sind Gebäude mit Fenstern, Bäume und ein klarer blauer Himmel zu sehen.

Recklinghausen diskutiert Strategien gegen Hass im Netz und Jugendradikalisierung

Konferenz zu Hass im Netz und extremistischen Ideologien in Recklinghausen

Am 21. Januar 2025 fand in Recklinghausen eine Konferenz zum Thema Bekämpfung von Online-Hass und extremistischen Ideologien statt. Veranstaltet von der örtlichen Polizei und den Schulberatungsdiensten, kamen Pädagogen, Beamte und Verantwortungsträger zusammen, um über die Gefahren der Radikalisierung unter Jugendlichen zu diskutieren. Zu den Rednern zählte Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, ein führender Experte für islamische Theologie und Prävention von Extremismus.

Die Veranstaltung unter dem Titel „Antimuslimischer Rassismus und Islamismus im Kontext des Einflusses sozialer Medien – eine Herausforderung für Polizei und Schulen“ konzentrierte sich auf den Schutz junger Menschen vor extremistischen Einflüssen. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen eröffnete die Konferenz und betonte die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Schulen und Strafverfolgungsbehörden bei der Bewältigung dieser gesellschaftlichen Probleme.

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Direktor des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster, hielt einen Hauptvortrag. Darin analysierte er, wie Prediger auf TikTok radikale Narrative verbreiten, und ging den Ursachen von Extremismus auf den Grund. Khorchide ist zudem Mitglied der Task Force zur Islamismusprävention, die vom Bundesinnenministerium im Oktober 2024 ins Leben gerufen wurde.

Anschließend teilten sich die Teilnehmer in kleinere Arbeitsgruppen auf, um konkrete Strategien zum Schutz von Jugendlichen zu erörtern. Marisa Roth vom Schulpsychologischen Dienst Recklinghausen erläuterte die Rolle ihrer Einrichtung bei der Unterstützung von Schulen durch maßgeschneiderte Präventionsansätze. Katharina Große-Westermann von der Schulberatungsstelle Bottrop wies auf das Fehlen attraktiver Alternativen zu extremistischem Online-Content hin. Sie forderte eine Stärkung der Medienkompetenzprogramme, um Kindern und Jugendlichen den Umgang mit digitalen Risiken zu erleichtern.

Die Konferenz unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei bei der Verhinderung von Radikalisierung. Neue Ansätze wurden vorgeschlagen, darunter eine verbesserte Medienbildung und gezielte Hilfsangebote für gefährdete Jugendliche. Die Veranstalter planen, die Ergebnisse der Diskussionen für künftige Präventionsmaßnahmen in der Region zu nutzen.

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