30 May 2026, 10:14

Revolution in der Luftfahrt: Fraunhofer ILT macht Raketen und Flugzeuge mit Laser und Wasserstoff klimafreundlicher

Towards Green Aviation with 3D Printing

Revolution in der Luftfahrt: Fraunhofer ILT macht Raketen und Flugzeuge mit Laser und Wasserstoff klimafreundlicher

Neue Fortschritte in der Luft- und Raumfahrtfertigung sollen Emissionen senken und die Effizienz steigern. Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen treibt die Forschung zu additiven Verfahren für Raketen- und Flugzeugkomponenten voran. Gleichzeitig fördert die EU Projekte, die die Raumfahrt durch sauberere Treibstoffe und strengere Vorschriften nachhaltiger gestalten sollen.

Das Fraunhofer ILT verfeinert lasergestützte Produktionsmethoden, um leichtere und gleichzeitig stabilere Bauteile für die Luft- und Raumfahrt herzustellen. Eine Schlüsseltechnologie ist dabei das Laser-Pulverbettverfahren (LPBF), das komplexe Designs ermöglicht und gleichzeitig den Materialabfall reduziert. Moderne Sensoren in diesem Prozess können nun selbst winzige Fehler von nur 0,4 Millimetern während des Druckvorgangs erkennen – für eine deutlich höhere Qualität.

Eine weitere Methode, die lasergestützte Materialauftragung (LMD), beschleunigt die Fertigung von Raketenbauteilen mit größerer Präzision. Das Institut entwickelt zudem spezielle Metallpulver, die den extremen Bedingungen von wasserstoffbetriebenen Triebwerken standhalten. Diese Innovationen sind Teil der TIRIKA-Initiative, die Wasserstoff als emissionsfreien Treibstoff für die Luftfahrt erforscht.

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Über die Fertigung hinaus testet das EU-geförderte Projekt ENLIGHTEN umweltfreundliche Raketentriebwerke, die mit Biomethan und grünem Wasserstoff betrieben werden. Studien zeigen, dass additive Fertigungsverfahren einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als herkömmliche Methoden. Um diese Bestrebungen zu unterstützen, plant die Europäische Kommission ein neues EU-Raumfahrtrecht (EUSL), das nachhaltige Praktiken in der Raumfahrt durchsetzen soll. Das Ziel ist ehrgeizig: Die CO₂-Emissionen der Luftfahrt sollen bis 2050 um 60 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden.

Der gemeinsame Vorstoß für umweltfreundlichere Treibstoffe, intelligentere Produktion und strengere Regulierungen markiert einen Wandel in der Luft- und Raumfahrttechnologie. Die Arbeit des Fraunhofer ILT zu additiver Fertigung und Wasserstoffantrieben passt dabei zu den EU-Zielen für geringere Emissionen. Falls erfolgreich, könnten diese Entwicklungen in den kommenden Jahrzehnten die Art und Weise, wie Raketen und Flugzeuge gebaut und betrieben werden, grundlegend verändern.

Quelle