Rheinmetall erhält Milliardenauftrag für Lynx-2-Panzer der Bundeswehr
Philipp SchulteRheinmetall erhält Milliardenauftrag für Lynx-2-Panzer der Bundeswehr
Rheinmetall sichert Milliardenauftrag für Lynx-2-Aufklärungsfahrzeuge der Bundeswehr
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Großauftrag für die Lieferung von Aufklärungspanzern des Typs Lynx 2 an die deutsche Bundeswehr erhalten. Das im dreistelligen Millionenbereich liegende Geschäft umfasst die Ausrüstung mit modernen Turm-Systemen und Bewaffnung bis zum Jahr 2031. Anleger reagierten positiv: Die Aktie des Unternehmens stieg innerhalb einer Woche um acht Prozent.
Der Vertrag wurde Anfang Februar 2026 vergeben und folgt auf den früheren Seasnake-Auftrag aus Schweden. Diesmal arbeitet Rheinmetall mit General Dynamics European Land Systems (GDELS) zusammen, um die Bundeswehr mit den Lynx-2-Fahrzeugen auszustatten. Das Paket umfasst 274 neu entwickelte CT-025-Türme, Oerlikon-KBA-25-Maschinenkanonen sowie hochmoderne Simulatoren.
Der CT-025 ist ein modulares, unbemanntes Turmsystem, das für flexible Einsätze in verschiedenen Missionen konzipiert wurde. Die Produktion erfolgt bei der Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen, die Auslieferungen sind bis 2031 geplant. Timo Haas, Leiter der Sparte Digitale Systeme bei Rheinmetall, bezeichnete den Deal als "großen Erfolg für den Standort Bremen und das Team in Rom".
Die Märkte reagierten prompt: Die Rheinmetall-Aktie kletterte von 1.611 auf 1.740 Euro – der erste wöchentliche Kursgewinn nach einer Reihe von Rückgängen. Haas betonte zudem, der Auftrag sende ein "starkes Signal für eine vertiefte europäische Verteidigungskooperation".
Der Lynx-2-Vertrag festigt Rheinmetalls Position im Rüstungssektor. Die über mehrere Jahre gestreckten Lieferungen sichern die langfristige Auslastung des Bremer Werks. Sowohl technologische Fortschritte als auch die finanziellen Effekte des Deals kommen dem Unternehmen und der Bundeswehr zugute.
