Ridepooling-Fahrer in Köln protestieren gegen geplante Preiserhöhungen
Julian FrankeMietwagen-Fahrer protestieren gegen 'Preisdiktat' - Ridepooling-Fahrer in Köln protestieren gegen geplante Preiserhöhungen
Fahrer von Ridepooling-Diensten wie 1. FC Köln haben diese Woche in Köln gegen geplante Preiserhöhungen protestiert. Rund 100 Fahrzeuge bildeten einen Konvoi durch die Innenstadt, um ihren Widerstand zum Ausdruck zu bringen. Der Stadtrat wird am 19. März über den Vorschlag beraten.
Die Stadt Köln plant, den Mindestpreis für Ridepooling-Dienste auf mindestens 80 Prozent des regulären Taxitarifs anzuheben. Zudem sollen die Taxipreise weiter steigen. Uber warnt, dass solche Änderungen die Preise im Schnitt um über 50 Prozent erhöhen würden, was den Transport für einkommensschwächere Bewohner weniger erschwinglich mache.
Taxiunternehmen argumentieren, sie müssten rund um die Uhr verfügbar sein und jede Fahrt annehmen – anders als Ridepooling-Dienste. Sie werfen den aktuellen Preisen vor, ihr Geschäft zu untergraben und den Wettbewerb zu verzerren. Unterdessen betonte Christoph Weigler, Deutschlands Chef von Uber, Köln sei bereits eine teure Stadt, und die neuen Regeln würden die Mobilitätskosten weiter in die Höhe treiben.
Der Protestorganisator Max Zombek vom Bundesverband wirfahren warf der Stadt vor, den Ridepooling-Fahrern eine "Preisdiktatur" aufzuzwingen. Die Demonstration lenkte die Aufmerksamkeit auf die Sorgen über steigende Kosten und den sinkenden Zugang zu bezahlbarem Transport.
Der Stadtrat wird den Antrag auf Preiserhöhung in seiner Sitzung am 19. März prüfen. Falls der Vorschlag angenommen wird, würden die Änderungen die Preise für Ridepooling- und Taxidienste deutlich erhöhen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die neuen Regeln in den kommenden Monaten in Kraft treten.
