Rossmann stoppt Logistikzentrum in Lünen – politische Debatten schrecken Investor ab
Philipp SchulteRossmann stoppt Logistikzentrum in Lünen – politische Debatten schrecken Investor ab
Die Drogeriekette Rossmann hat ihre Pläne zum Bau eines Logistikzentrums in Lünen zurückgezogen. Das Projekt hätte auf dem ehemaligen Steag-Industriegelände 1.400 Arbeitsplätze geschaffen. Als Grund für die Entscheidung nannte das Unternehmen den negativen Eindruck, den die jüngsten politischen Debatten hinterlassen hätten.
Das geplante Zentrum sollte auf dem stillgelegten Steag-Gelände entstehen. Rossmann hatte die Stadtverwaltung während der Gespräche für die professionelle und konstruktive Zusammenarbeit gelobt. Dennoch habe der Ton der politischen Diskussionen nach der Ankündigung beim Unternehmen Bedenken ausgelöst.
Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg zeigte sich enttäuscht über den Rückzug. Sie betonte das große Interesse der Stadt, das Gelände zu entwickeln, um Arbeitsplätze zu sichern und die Einnahmen zu steigern. Arnold Reeker, technischer Beigeordneter der Stadt, bestätigte, dass die Entwicklungspläne für das Steag-Areal unabhängig davon weiterverfolgt würden.
Die Bürgermeisterin rief alle Ratsfraktionen dazu auf, die Bemühungen zur Ansiedlung neuer Unternehmen am Standort zu unterstützen. Zudem kündigte sie an, dass künftige Pläne in enger Abstimmung mit der lokalen Politik erarbeitet würden. Rossmann erklärte, dass die nächsten Schritte – einschließlich des Bebauungsplanverfahrens – nun sorgfältig geprüft werden müssten.
Mit dem Rückzug endet vorerst Rossmanns Investition in Lünen. Die Stadt bleibt jedoch entschlossen, das Steag-Gelände für wirtschaftliches Wachstum zu erschließen. Die lokalen Verantwortlichen werden sich nun darauf konzentrieren, alternative Unternehmensansiedlungen für das Gebiet zu gewinnen.
