S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Investitionen
Julian FrankeS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet mit 836 Millionen Euro Investitionen
Ausbau der S11-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln erhält volle Finanzierung und Planungsgenehmigung
Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln ist nun vollständig finanziert und hat die notwendigen Planungsgenehmigungen erhalten. Das 836 Millionen Euro teure Projekt sieht den zweigleisigen Ausbau der Strecke, die Modernisierung von Bahnhöfen sowie barrierefreie Umbauten vor. Allerdings könnten Verzögerungen durch Terminüberschneidungen mit anderen Großbaustellen den geplanten Fertigstellungstermin 2032 gefährden.
Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt 305 Millionen Euro für das Vorhaben bereit, der Bund steuert 531 Millionen Euro bei. Zu den Maßnahmen gehören ein zweites Gleis, der Neubau des Bahnhofs Bergisch Gladbach, ein neuer Haltepunkt in Köln-Kalk West sowie zwei zusätzliche Mittelbahnsteige am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz. Sämtliche Stationen werden zudem vollständig barrierefrei ausgebaut.
Wie Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, werden die Baugenehmigungen voraussichtlich noch in diesem Sommer erteilt. Damit kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Bauleistungen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen. Ein konkreter Zeitplan steht jedoch noch nicht fest. Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, deutete an, dass die Bauarbeiten frühestens 2030 beginnen könnten.
Pendler müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen: Die erste größere Streckensperrung ist direkt nach Ostern 2026 vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Züge im 10-Minuten-Takt verkehren, in Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Ziel der Maßnahmen ist es, die Kapazitäten zu erhöhen, Verspätungen zu reduzieren und die Infrastruktur der Region zu modernisieren.
Der Ausbau der S11 wird schnellere, häufigere Verbindungen und eine bessere Barrierefreiheit auf der Strecke Köln–Bergisch Gladbach bringen. Doch anhaltende Bauverzögerungen und Terminprobleme lassen den geplanten Fertigstellungstermin für das zweite Gleis im Jahr 2032 fraglich erscheinen. Eine verbindliche Zeitplanung für die Bauarbeiten steht bisher noch aus.






