Santiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus
Lina SchmidtSantiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus
Schauspieler und Regisseur Santiago Segura sieht sich mit Kritik konfrontiert, nachdem er auf dem Podcast La Script kontroverse politische Ansichten geäußert hat. Ausschnitte aus dem Interview verbreiteten sich rasant auf TikTok und X und befeuerten erneut die Debatten über seine Haltung zu zentralen gesellschaftlichen Themen. Obwohl er sich selbst als linksliberal bezeichnet, stufen ihn manche Kritiker anders ein.
Während der Diskussion nahm Segura zu mehreren brisanten Themen Stellung. Er hinterfragte Spaniens Gesetz zur sexuellen Einwilligung "Nur ein Ja ist ein Ja" und räumte ein, gemischte Gefühle gegenüber dessen Umsetzung zu haben. Zum Thema Hausbesetzungen argumentierte er, dass nicht Privatpersonen, sondern die Regierung in der Pflicht stehe – etwa durch den Ausbau öffentlichen Wohnraums oder finanzielle Hilfen.
Auch seine Äußerungen zur Justiz sorgten für Aufsehen. In Verteidigung der Richter betonte er, nicht alle seien politisch voreingenommen, und widersprach damit Vorwürfen eines flächendeckenden Faschismus in den Gerichten. Zugleich bekundete er zwar persönliche Unterstützung für die Schauspielerin Bibiana Fernández, kritisierte aber Spaniens Transgender-Gesetzgebung als fehlerhaft konzipiert.
Der Regisseur äußerte sich zudem zur politischen Polarisierung. Er erklärte, viele Anhänger der rechtspopulistischen Partei Vox fühlten sich durch die Rhetorik der Linken ausgegrenzt und herabgewürdigt. Trotz eigener progressiver Einstellungen räumte er ein, dass ihm seine Positionen bereits Faschismus-Vorwürfe von Gegnern eingebracht hätten.
Seguras Aussagen haben die Online-Debatten weiter angeheizt. Nutzer in sozialen Medien streiten hitzig über seine Standpunkte, während sich die viral verbreiteten Interviewausschnitte hartnäckig in der Diskussion halten. Seine Stellungnahmen zu Recht, Wohnraum und Identitätspolitik stehen nun im Mittelpunkt einer erneuerten öffentlichen Auseinandersetzung.






