Schalke 04 feiert Comeback: Vom Abstiegskandidaten zum Spitzenreiter der 2. Bundesliga
Anton MeyerSchalke-Boss: Keine finanzielle Verpflichtung zum Aufstieg - Schalke 04 feiert Comeback: Vom Abstiegskandidaten zum Spitzenreiter der 2. Bundesliga
FC Schalke 04 führt die 2. Bundesliga nach einer bemerkenswerten Wende unter Trainer Miron Muslić an. Der 43-Jährige, der im Sommer 2025 vom englischen Drittligisten Plymouth Argyle zum Verein stieß, hat die Mannschaft von Abstiegsängsten zu einem Aufstiegsanwärter geführt. Gleichzeitig betont Vorstandschef Matthias Tillmann, dass es keine finanzielle Notwendigkeit gebe, den sofortigen Wiederaufstieg in die erste Liga zu erzwingen.
Muslić übernahm Schalke 2025, nachdem er den englischen Klub Plymouth Argyle nach deren Abstieg verlassen hatte. Sein Vertrag läuft bis Juni 2027 – und seine Wirkung war sofort spürbar. Aus einer Mannschaft, die einst um den Klassenerhalt kämpfte, formte er den aktuellen Spitzenreiter der zweiten Bundesliga.
Tillmann lobte die Klarheit, den Mut und die Entschlossenheit des Trainers. Er bezeichnete Muslić als die „wichtigste Figur“ des Vereins – ein deutlicher Kontrast zu früheren Krisen, die durch interne Zerwürfnisse ausgelöst wurden. Tillmann räumte ein, dass widersprüchliche Meinungen Schalke in der Vergangenheit ausgebremst hätten. Finanzielle Stabilität scheine jedoch gegeben: Der Klub könne sich laut Tillmann sogar ein weiteres Jahrzehnt in der 2. Bundesliga leisten, ohne in existenzielle Schwierigkeiten zu geraten. Gleichzeitig warnte er, dass jedes zusätzliche Jahr außerhalb der Bundesliga den Aufbau einer aufstiegsfähigen Mannschaft erschwere.
Unter Muslić hat Schalke eine sportliche Renaissance erlebt und kämpft nun um den Titel. Dennoch sieht die Vereinsführung trotz der starken Position keinen dringenden wirtschaftlichen Zwang zum direkten Wiederaufstieg. Im Vordergrund stehe vielmehr ein nachhaltiger Entwicklungsprozess – nicht der sofortige Sprung in die Eliteklasse.
