26 June 2026, 08:12

Silvester in der Lüneburger Heide: Statt Ruhe nur Böller-Krach und ein verängstigter Hund

Feuerwerk 'deutlich schwerer als im letzten Jahr'

Silvester in der Lüneburger Heide: Statt Ruhe nur Böller-Krach und ein verängstigter Hund

Rita und Wilhelm Zachraj hatten sich auf einen ruhigen Silvesterabend in Schneverdingen gefreut. Sie hatten die Lüneburger Heide wegen ihres Rufs als friedliche Oase gewählt – doch die Feierlichkeiten waren genauso laut wie überall sonst.

Das Paar, das mit ihrem Rettungshund Odin in Dorsten lebt, reiste in ihr Ferienhaus in der Igelweg-Siedlung. Schon ab 11 Uhr morgens begannen die Feuerwerke und hielten bis zum nächsten Tag an. Ihr ohnehin ängstlicher Hund litt stark unter dem Lärm.

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Normalerweise zieht es Besucher in die Lüneburger Heide, die einen besinnlicheren Jahreswechsel suchen. Doch in diesem Jahr waren die Böller und Raketen besonders intensiv. Eine aktuelle Online-Umfrage im Landkreis Heidekreis ergab, dass 65 Prozent der Befragten trotz der beliebten Tradition ein Feuerwerksverbot befürworten.

Eine bundesweite Petition für ein generelles Böllerverbot hat bereits über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt. Die Zachrajs fühlen sich von Tourismuswerbung getäuscht, die die Region als feuerwerksfrei bewirbt. Die Erfahrung hinterließ die Familie enttäuscht und ihren Hund verängstigt. Die wachsende öffentliche Unterstützung für Verbote spiegelt die Frustration über die Lärmbelästigung wider. Petitionen und Umfragen deuten darauf hin, dass viele Bürger ruhige Feiern begrüßen würden.

Quelle