Solingen droht dramatischer Mangel an Gewerbeflächen – FDP warnt vor Folgen
Lina SchmidtSolingen droht dramatischer Mangel an Gewerbeflächen – FDP warnt vor Folgen
Solingen steht vor einem Mangel von 32 Hektar Gewerbeflächen – und kann damit den eigenen Bedarf kaum noch decken. Die Freie Demokratische Partei (FDP) übt nun scharfe Kritik an jüngsten Entscheidungen, die die Lage weiter verschärfen könnten, und setzt die Kommunalpolitik unter Druck.
Fraktionschef Jürgen Albermann warf der Stadtverwaltung vor, sich zu stark auf Bundes- und Landesfördergelder zu verlassen. Dieser Ansatz gehe an den akuten Problemen Solingens vorbei – insbesondere am drängenden Flächenmangel für Unternehmen.
Das geplante Gewerbegebiet Buschfeld soll nun aus dem Flächennutzungsplan gestrichen und stattdessen in Grünflächen und Ackerland umgewandelt werden. Dadurch würde sich das Defizit an Gewerbeflächen um weitere 17 Hektar erhöhen – die Gesamtlücke läge dann bei 49 Hektar.
FDP-Stadtrat Weindl fragte, wie Solingen unter diesen Bedingungen neue Unternehmen anwerben oder bestehende Arbeitsplätze sichern solle. Die Umwidmung von Buschfeld ohne Ersatzflächen werde die wirtschaftliche Zukunft der Stadt gefährden, warnte er. Die FDP betonte zudem, dass die Gewerbesteuereinnahmen für die hochverschuldete Stadt überlebenswichtig seien.
Die Partei forderte von Bürgermeister-Stellvertreter Tim Kurth Budde eine Begründung und die Rücknahme seiner einseitigen Entscheidung, Buschfeld aus dem Plan zu streichen. Sein Vorgehen sei „schädlich“ und müsse unverzüglich korrigiert werden. Zusätzlich erschwert wird die Debatte durch die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt, die bis 2030 die Versiegelung weiterer Flächen stoppen will.
Kern der FDP-Kritik ist die Notwendigkeit von Gewerbeflächen für Wirtschaftswachstum und Steuereinnahmen. Ohne eine Kehrtwende bei Buschfeld drohe Solingen der Verlust von Ansiedlungen und Arbeitsplätzen. Nun liegt der Ball bei Bürgermeister-Stellvertreter Budde – eine Reaktion steht noch aus.






