Solingen einigt sich auf Radweg-Kompromiss mit zwei Trassenvarianten
Philipp SchulteSolingen einigt sich auf Radweg-Kompromiss mit zwei Trassenvarianten
Solinger Stadtrat einigt sich auf Kompromiss für wichtiges Radweg-Projekt
Nach wochenlangen Diskussionen zwischen Fraktionen und Stadtverwaltung hat der Solinger Stadtrat eine Einigung in der Debatte um eine zentrale Radroute erzielt. Beide Seiten wollen nun zwei Trassenvarianten detailliert prüfen, bevor das Projekt weiterverfolgt wird.
Ziel des Plans ist es, die Radinfrastruktur zu verbessern und gleichzeitig die Bedürfnisse von Anwohnern, Unternehmen und Autofahrern in Einklang zu bringen. Die Verantwortlichen bezeichnen die Vereinbarung als wichtigen Schritt hin zu einer Neuausrichtung des Verkehrs in der Stadt.
Die ursprüngliche Vorstellung der Verwaltung sah vor, den Radweg entlang der Hauptstraßen zu führen. Die CDU und FDP hatten stattdessen eine Alternative über ruhigere Nebenstraßen vorgeschlagen. Nach intensiven Beratungen sollen nun beide Varianten gleichberechtigt geprüft werden.
Die Verwaltung wird für jede Option umfassende technische und logistische Pläne vorlegen. Dadurch wird ein direkter Vergleich auf Basis von Verkehrsauswirkungen, Sicherheit und Machbarkeit möglich. Zudem wird die Parksituation entlang der Strecke überarbeitet – mit dem Ziel, möglichst viele Stellplätze für Anwohner und Gewerbetreibende zu erhalten.
Das Projekt beschränkt sich nicht auf den Radweg, sondern umfasst die Neugestaltung der gesamten Achse zwischen Ohligs und der Innenstadt. Dadurch soll der Verkehrsfluss für alle Nutzer optimiert werden. Ein zentrales Anliegen ist die bessere Anbindung des Gewerbegebiets Scheuren an die Viehbachtalstraße. Die vollständige Umsetzung wird jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen, da es vor allem um eine nachhaltige Langzeittlösung geht.
Lukas Schrumpf, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, bezeichnete die Entscheidung als „großen Fortschritt für die Verkehrszukunft Solingens“. Jonathan Bürger, verkehrspolitischer Experte der Partei, betonte, dass die Förderung des Radverkehrs nicht zu Lasten anderer Verkehrsteilnehmer gehen dürfe. Beide lobten den Kompromiss als Ergebnis konstruktiver Gespräche zwischen Fraktionen und Verwaltung.
Der überarbeitete Plan integriert die Radroute nun in eine umfassendere Verkehrsplanung. Dabei werden die Belange von Anwohnern, Pendlern und Gewerbetreibenden gleichermaßen berücksichtigt.
In der nächsten Phase folgen detaillierte Untersuchungen beider Trassenvarianten, die als Grundlage für die finale Entscheidung dienen sollen. Nach Abschluss des Projekts wird sich der Rad- und Verkehrsfluss in Solingen voraussichtlich nachhaltig verändern.






