05 June 2026, 14:45

Solingen gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit Trauermarsch und Stadtrundgang

9. November: Gedächtnisfeier für die Opfer der Novemberpogrome 1938

Solingen gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit Trauermarsch und Stadtrundgang

Solingen gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit zweitägiger Veranstaltung

Ab Donnerstag, dem 9. November, erinnert Solingen mit einer zweitägigen Gedenkveranstaltung an die Opfer der Novemberpogrome von 1938. Das Programm umfasst Reden, einen feierlichen Trauermarsch sowie eine geführte Stadtrundgang zu Orten jüdischer Geschichte. Die Teilnahme steht allen offen und ist kostenfrei.

Die Gedenkfeier beginnt am 9. November um 13:30 Uhr im oberen Hof des Schwertstraße-Gymnasiums. Dort werden Bürgermeister Tim Kurzbach und Leonid Goldberg, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Wuppertal, zu den Anwesenden sprechen. Anschließend leitet Rabbiner Chaim Kornblum ein Gebet ein, das den ersten Teil der Zeremonie beschließt.

Im Anschluss zieht ein Trauermarsch zur Solinger Stadtkirche, wo ein kulturelles Programm mit Auftritten des Chors The Voices, Superintendentin Dr. Ilka Werner, des Jugendrats sowie Schülerinnen und Schülern der Weiße-Rose-Gruppe der Geschwister-Scholl-Schule stattfindet.

Am folgenden Tag, dem 10. November, führt Armin Schulte vom Stadtarchiv um 15:00 Uhr einen thematischen Rundgang unter dem Titel Jüdisches Leben in Solingen. Die Route beleuchtet die Geschichte der jüdischen Gemeinde von ihren Anfängen bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Stationen sind unter anderem das ehemalige Kaufhaus Kaufhof, der Fronhof, die Malteserstraße und der Bunker in der Nähe der Schwertstraße-Schule.

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Veranstalter sind das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Wuppertal, dem Solinger Jugendrat und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Die Gedenkveranstaltungen bieten durch Reden, Musik und den historischen Rundgang Raum für Reflexion. Alle Angebote sind öffentlich und kostenfrei zugänglich – ein bewusster Beitrag, um das Gedenken an die Opfer der Pogrome von 1938 wachzuhalten.

Quelle