Solingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Immer mehr Kinder können nicht sicher schwimmen
Anton MeyerSolingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Immer mehr Kinder können nicht sicher schwimmen
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sichere Schwimmkenntnisse
Begrenzte Hallenbad-Kapazitäten, Personalmangel und pandemiebedingte Unterbrechungen haben das Problem verschärft. Nun sucht die Stadt nach neuen Wegen, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule grundlegende Fähigkeiten im Wasser erwerben.
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat schlägt vor, Schwimmassistenten einzustellen, um den Unterricht zu verbessern. Diese sollten die Lehrkräfte unterstützen, zusätzliche Betreuung bieten und bei Bedarf auch Einzelhilfe leisten. Der Vorschlag kommt vor dem Hintergrund, dass viele Kinder die Grundschule mittlerweile ohne ausreichende Schwimmkompetenz verlassen.
Schwimmen ist mehr als nur eine Fähigkeit – es stärkt das Selbstvertrauen, fördert Bewegung und kann vor allem Leben retten. Jährlich kommt es zu Ertrinkungsunfällen, weil Betroffene nicht sicher genug schwimmen können. Eine frühe und verlässliche Schwimmausbildung könnte viele dieser Tragödien verhindern.
Laut Schätzungen des Solinger Sportbunds würden rund 75.000 Euro pro Jahr ausreichen, um Schwimmassistenten an allen Schulformen einzusetzen. Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit ähnlichen Stellen auszuwerten und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Auch externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten zusätzliche Mittel bereitstellen.
Angesichts steigender Ertrinkungsgefahren bleibt die Frage drängend: Wie kann Solingen garantieren, dass jedes Kind die Grundschule als sicherer Schwimmer verlässt?
Der Vorschlag der Schwimmassistenten zielt darauf ab, eine entscheidende Lücke im Schulschwimmunterricht zu schließen. Bei einer Umsetzung könnte die Initiative gezielt dort helfen, wo der Bedarf am größten ist. Der nächste Schritt hängt nun von der städtischen Prüfung der Kosten, bisheriger Erfahrungen und möglicher Förderquellen ab.






