Solingen trauert um SPD-Urgestein Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die Gemeinschaft
Lina SchmidtSolingen trauert um SPD-Urgestein Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die Gemeinschaft
Jochen Müller-Stöver, eine prägende Persönlichkeit des politischen und gesellschaftlichen Lebens in Solingen, ist verstorben. Als treibende Kraft der SPD in der Region wurde er als unermüdlicher Fürsprecher seiner Gemeinschaft in Erinnerung behalten. Sein Wirken umfasste die Bereiche Bildung, Gesundheitswesen und lokale Kultur – sein Erbe prägt die Stadt bis heute.
Am Neujahrstag 1963 trat Müller-Stöver der SPD bei und begann damit eine Karriere, die Solingen über Jahrzehnte mitgestalten sollte. Innerhalb der Partei übernahm er zentrale Funktionen, darunter den Vorsitz des Ortsvereins Wald und später des SPD-Unterbezirks Solingen. Sein Führungsstil brachte ihm den Ruf ein, "die Verkörperung von Walds selbstbewusstem und engagiertem Geist" zu sein.
15 Jahre lang saß er als Stadtrat und Bezirksvertreter im Rat der Stadt und setzte sich für sozialdemokratische Politik ein. Besonders im Bildungsbereich hinterließ er Spuren – etwa an der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule, wo er Elternwünsche mit dem Ausbau von Schulplätzen in Einklang brachte.
Doch Müller-Stöver war nicht nur Politiker, sondern auch Macher. Er trieb die Sanierung der evangelischen Kirche in Wald voran und sicherte das Fortbestehen des Ittertaler Freibads. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats des Solinger Städtischen Klinikums stabilisierte er mit finanzieller und organisatorischer Weitsicht die Haushaltslage und hob die Mitarbeiterzufriedenheit.
2004 und 2009 kandidierte er für das Amt des Oberbürgermeisters – stets mit der ihm eigenen Energie. Für sein jahrzehntelanges Engagement erhielt er später das Bundesverdienstkreuz, eine Würdigung seines Einsatzes für die Stadt und die SPD.
Müller-Stövers Vermächtnis lebt weiter in Solingens Schulen, im Gesundheitswesen und in kulturellen Einrichtungen. Sein Wirken stärkte die SPD vor Ort und verbesserte direkt das Leben der Bürgerinnen und Bürger. Die Stadt wird ihn als einen Führer in Erinnerung behalten, der Visionen in greifbare Ergebnisse umsetzte.
