Solinger Bürger kämpfen gegen neue Gewerbegebiete – Petition sammelt 1.900 Stimmen
Philipp SchulteSolinger Bürger kämpfen gegen neue Gewerbegebiete – Petition sammelt 1.900 Stimmen
Pläne für neue Gewerbe- und Industriegebiete in Solingen stoßen auf Widerstand der Anwohner
Ein Vorhaben der Stadt Solingen, neue Gewerbe- und Industrieflächen auszuweisen, hat bei lokalen Bürgern Protest ausgelöst. Eine Online-Petition gegen die Pläne hat bereits in nur sechs Tagen fast 1.900 Unterschriften gesammelt. Die von der SPD geführte Stadtregierung treibt die Änderungen voran, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.
Die SPD will die bisherige Politik umkehren und zusätzliche Flächen für Industrie und Handel ausweisen. Ziel ist es, neue Unternehmen anzuziehen und bestehenden Betrieben Expansion zu ermöglichen. Ein zentraler Standort in der Diskussion ist ein zehn Hektar großes Feld in der Nähe des ehemaligen Sportplatzes in Solingen-Stöcken.
Anwohner der Region, darunter auch Bewohner der Nachbarschaft von Karola Pasquay, äußern jedoch Bedenken. Zwar begrüßen sie die wirtschaftliche Entwicklung, doch viele argumentieren, dass bestehende Gewerbegebiete nicht ausreichend genutzt werden. Die Stadtverwaltung hat bisher nicht konkretisiert, wie viele brachliegende Flächen es gibt und welche Standorte für neue Projekte am besten geeignet wären.
Der Widerstand formiert sich rasant: Die Petition 'Stoppt die Versiegelung von Solingens Böden' erhält breiten Zuspruch. Kritiker befürchten, dass die Umwidmung zu unnötigem Flächenverbrauch und Umweltschäden führen wird.
Die lokale Politik wird bald über den SPD-Vorschlag abstimmen. Sollte der Plan angenommen werden, könnten vor allem in Solingen-Stöcken neue Industrieflächen entstehen. Doch der Widerstand der Bürger und offene Fragen zur Auslastung bestehender Gebiete könnten die endgültige Entscheidung noch beeinflussen.
