SPD in Burg/Höscheid gespalten: Zwei Abgeordnete verlassen die Fraktion
Julian FrankeSPD in Burg/Höscheid gespalten: Zwei Abgeordnete verlassen die Fraktion
In der Burg/Höscheid-Bezirksvertretungsfraktion der SPD hat sich ein Bruch vollzogen. Conny Weck-Stephan und Christian Netz haben die Fraktion verlassen, um eine eigene Gruppe unter dem Namen „BV-Fraktion SPD Höscheid“ zu gründen. Der Schritt wirft Fragen nach dem Zusammenhalt der Partei auf und könnte künftige Spaltungen begünstigen.
Der Austritt von Weck-Stephan und Netz kam für den Vorstand des SPD-Ortsvereins SüdBurg überraschend. Sabine Vischer-Kippenhahn und Manfred Ackermann hatten zuvor ein „Doppelsprecher-Modell“ vorgeschlagen – ohne den Vorstand im Vorfeld zu konsultieren.
Axel Birkenbeul und Reinhard Pogutke versuchten zwar, durch Gespräche mit den Ausgetretenen die Einheit der Fraktion zu wahren, doch ihre Bemühungen blieben erfolglos. Udo Moter, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins SüdBurg, bedauerte später, dass es nicht gelungen sei, den Zusammenhalt zu bewahren.
Moter warnte zudem, das vorgeschlagene Modell könnte ein gefährlicher Präzedenzfall sein. Es bestehe die Gefahr, dass sich auch in anderen Gremien der Partei weitere Abspaltungen ergeben könnten.
Die Gründung der neuen Gruppe markiert einen deutlichen Bruch in der lokalen SPD-Struktur. Der Ortsverein SüdBurg steht nun vor der Herausforderung, die Folgen der Spaltung zu bewältigen. Die Situation offenbart die bestehenden Spannungen in der Partei – insbesondere bei Entscheidungsprozessen und der internen Abstimmung.
