SPD will Solinger Kirchengebäude mit neuer Koordinierungsstelle retten
Philipp SchulteSPD will Solinger Kirchengebäude mit neuer Koordinierungsstelle retten
Kirchgemeinden in Solingen suchen zunehmend nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für ihre stillgelegten Gebäude. Nun hat sich die SPD-Fraktion im Stadtrat eingeschaltet und dringt auf stärkere kommunale Unterstützung, um solche Vorhaben voranzubringen. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, die Abläufe zu vereinfachen und alle politischen Kräfte hinter einem gemeinsamen Konzept zu vereinen.
Die Initiative der SPD sieht die Einrichtung einer eigenen Koordinierungsstelle innerhalb der Stadtverwaltung vor. Diese soll als zentrale Anlaufstelle für die Gemeinden fungieren und für eine klarere Kommunikation zwischen Rat, Behörden und kirchlichen Gruppen sorgen. Zudem soll eine Arbeitsgruppe aus Politikern und Verwaltungsmitarbeitern gebildet werden, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.
Gleichzeitig hat die SPD einen gemeinsamen Antrag an den Planungsausschuss und den Stadtrat eingereicht. Sie wirbt um die Unterstützung aller Fraktionen und betont, dass bei tragfähigen Projekten ein überparteilicher Ansatz notwendig sei. Zwar könne die Stadt keine finanziellen Hilfen leisten, doch praktische Unterstützung – etwa bei Bauvorschriften oder Denkmalschutzfragen – soll geboten werden.
Die aktuell in der Lutherkirche gezeigte Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ veranschaulicht, wie ehemalige Kirchengebäude umgenutzt werden können. Zu den vorgestellten Beispielen zählen Nachbarschaftszentren, Kulturstätten und soziale Begegnungsräume – Anregungen, die auch Solingen inspirieren könnten. Die SPD will bürokratische Hürden abbauen und die Gemeinden effizienter durch die Umwidmungsprozesse begleiten.
Wird der Antrag angenommen, entsteht ein strukturierter Rahmen für die Nachnutzung von Kirchengebäuden in Solingen. Der Fokus der Stadt liegt dabei auf praktischer Hilfe statt auf finanzieller Förderung. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob Planungsausschuss und Stadtrat den Antrag in den kommenden Wochen verabschieden.






