Strack-Zimmermann will FDP mit Doppelspitze aus der Krise führen
Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre Bereitschaft erklärt, für den Bundesvorsitz der FDP in einer geteilten Führungsrolle zu kandidieren. Die Ankündigung erfolgte während einer Präsidiumssitzung, nachdem es nach schweren Wahlniederlagen zu massiven Rücktritten in der Partei gekommen war. Medienberichte hatten bereits am Montag auf ihre mögliche Kandidatur hingedeutet.
Die FDP steckt in einer Krise, nachdem der gesamte Bundesvorstand unter der Führung von Christian Dürr zurückgetreten ist. Auslöser waren die enttäuschenden Ergebnisse der Landtagswahlen 2026 in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Eine Neuwahl der Parteispitze soll nun auf dem Parteitag Ende Mai stattfinden.
Strack-Zimmermann, die den Sicherheits- und Verteidigungausschuss des Europäischen Parlaments leitet, räumte ein, dass ihr Arbeitspensum anspruchsvoll sei. Dennoch betonte sie ihr Engagement, die Zukunft des organisierten Liberalismus innerhalb der FDP mitzugestalten.
Sie machte deutlich, dass sie keine Kandidaten unterstützen werde, die die Wahl für interne Machtkämpfe nutzen. Wer dies tue, stelle persönliche Eitelkeiten über die dringend notwendige Erneuerung der Partei, argumentierte sie. Stattdessen bot sie an, Verantwortung in einer Doppelspitze zu übernehmen – sofern die Partei zustimmt.
Auf dem Parteitag im Mai wird die FDP eine neue Führung wählen. Strack-Zimmermanns Bewerbung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei nach jüngsten Rückschlägen nach Stabilität sucht. Ihr Fokus liegt darauf, die inhaltliche Ausrichtung der FDP neu zu definieren, statt interne Streitigkeiten zu schüren.






