Streit um Fronhof-Platz: Solinger Wählervereinigung blockiert schnelle Umgestaltung
Lina SchmidtStreit um Fronhof-Platz: Solinger Wählervereinigung blockiert schnelle Umgestaltung
Die Pläne für eine schnelle Neugestaltung des Fronhof-Platzes in Solingen stoßen auf Kritik der Wählervereinigung SG zukunft. Die Gruppe äußert Bedenken gegen den Vorschlag der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion im Stadtrat und fordert einen strukturierteren Ansatz, bevor Änderungen umgesetzt werden.
SG zukunft betont, dass sie nicht grundsätzlich gegen Arbeiten am Fronhof ist. Dringend notwendige Sanierungen, die bereits lange aufgeschoben wurden, sollten weiterhin durchgeführt werden. Allerdings besteht die Vereinigung darauf, dass weitere gestalterische Veränderungen erst dann in Angriff genommen werden dürfen, wenn ein umfassendes Masterplan-Konzept für die Innenstadt vorliegt.
Die Gruppe argumentiert, dass ohne eine klare Strategie einzelne Maßnahmen auf Dauer teuer und unwirksam sein könnten. Zudem fehle dem aktuellen Vorschlag eine solide Grundlage für langfristigen Erfolg.
Laut SG zukunft sollten größere Investitionen in die Innenstadt erst nach Aufnahme der Arbeit der Leitungsgruppe Stadtzentrum Solingen erfolgen – jenes Gremium, das mit der Belebung der Solinger Innenstadt betraut ist. Die Arbeitsaufnahme ist für Anfang 2026 geplant. Bis dahin müsse ein durchdachtes Gesamtkonzept vorliegen, bevor weitere Umgestaltungen vorangetrieben werden.
Die Kritik verdeutlicht die unterschiedlichen Auffassungen darüber, wie der Fronhof-Platz am besten entwickelt werden soll. Die Haltung von SG zukunft bedeutet, dass keine weiteren gestalterischen Eingriffe auf ihre Unterstützung zählen können, bis ein abgestimmtes Planungskonzept vorliegt. Vorerst scheinen nur dringende bauliche Instandsetzungen voranzukommen.
