11 June 2026, 12:13

Streit um Waldrodung: Münsters Grüne kämpfen gegen Firmen-Expansion und für den Klimaschutz

Streit um geplante Entwaldung in Münster: 'Ersatzpflanzungen' reichen nicht

Streit um Waldrodung: Münsters Grüne kämpfen gegen Firmen-Expansion und für den Klimaschutz

Ein Bauunternehmen aus Münster plant die Erweiterung seines Betriebsgeländes um 2,5 Hektar. Dafür müsste ein Mischwald gerodet werden – ein Vorhaben, das auf scharfen Widerstand der örtlichen Grünen stößt. Die Partei betont, der Wald sei unverzichtbar für die Naherholung, den Klimaschutz und als Staubfilter für die benachbarte Kaserne.

Die geplante Expansion bedroht den bestehenden Waldbestand, zu dem auch alte Laubbäume und Douglasien gehören. Die Grünen bezeichnen die geplante Abholzung als „ökologische Sünde“ und verweisen auf den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt als zentrale Probleme.

Vertreter der Partei haben die Ratsmitglieder aufgefordert, das Gelände vor einer Entscheidung persönlich in Augenschein zu nehmen. Sie argumentieren, dass Ausgleichsmaßnahmen wie Ersatzpflanzungen das verlorene Ökosystem nicht ersetzen könnten. Zudem wollen die Grünen eine Petition auf OpenPetition starten, um die Öffentlichkeit gegen die Rodung zu mobilisieren.

Der Wald dient derzeit als natürlicher Staubschutz für die nahegelegene Kaserne. Sein Verlust würde nicht nur einen wichtigen Erholungsraum zerstören, sondern auch die lokalen Klimaschutzbemühungen schwächen. Die Grünen bleiben entschlossen, die Erweiterung durch öffentlichen und politischen Druck zu verhindern.

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