02 May 2026, 08:14

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten mit Verbrauch Geld

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten mit Verbrauch Geld

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 im Minus – Verbraucher verdienten Geld mit Stromverbrauch

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Am Sonntag fielen die Strompreise in Deutschland erstmals in diesem Jahr ins Negative, sodass einige Kunden durch ihren Verbrauch sogar Geld verdienten. Der ungewöhnliche Preisrutsch trat auf, als die Großhandelspreise während der Tagesstunden stark einbrachen. Experten sagen nun voraus, dass negative Preise in diesem Jahr aufgrund anhaltender Marktprobleme häufiger auftreten werden.

Die negativen Preise begannen um 9 Uhr morgens und hielten sich bis 17 Uhr unter null. Der Tiefststand lag zwischen 13 und 14 Uhr bei -250,32 Euro pro Megawattstunde (entspricht -25,03 Cent pro Kilowattstunde). Im Raum Köln zahlten Endverbraucher in dieser Stunde bis zu -8,6 Cent pro Kilowattstunde.

Die Nettopreise variierten je nach Region zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde, in einigen Gebieten sanken sie sogar auf -12 Cent pro Kilowattstunde. Der dynamische Tarif des Anbieters Tibber erreichte dagegen zwischen 20 und 21 Uhr mit 36 Cent pro Kilowattstunde den höchsten Wert des Tages.

Im vergangenen Jahr waren die Großhandelspreise 457 Stunden lang negativ, im Juli 2023 wurde mit -500 Euro pro Megawattstunde ein Rekordtief verzeichnet. Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, erwartet, dass in diesem Sommer weitere Negativrekorde gebrochen werden. Zudem entschied kürzlich die Schlichtungsstelle, dass Netzbetreiber Kunden nicht über die volle Solar-Einspeisevergütung informieren müssen – was die Marktsituation zusätzlich verkompliziert.

Für Kunden mit dynamischen Tarifen war dies das erste Mal in diesem Jahr, dass sie von negativen Preisen profitierten. Da die Großhandelspreise voraussichtlich noch öfter fallen werden, könnten solche Situationen künftig häufiger vorkommen. Die mangelnde Flexibilität des Marktes bleibt ein zentraler Faktor für diese Preisschwankungen.

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