Supermarkt in Solingen geht gegen verstecktes Fleisch vor – warum Kunden es nicht mehr bezahlen können
Anton MeyerSupermarkt in Solingen geht gegen verstecktes Fleisch vor – warum Kunden es nicht mehr bezahlen können
Supermarkt in Solingen geht gegen Kunden vor, die Fleisch verstecken, das sie sich nicht leisten können
Ein Supermarkt in Solingen hat Konsequenzen gegen Kunden eingeleitet, die Fleischwaren verstecken, die sie sich nicht mehr leisten können. Filialleiter Heiko Wodarz entdeckte wiederholt, dass an der Theke gekaufte Feinkostartikel an anderen Stellen im Markt deponiert wurden. Die steigenden Fleischpreise bringen manche Kundinnen und Kunden in die Bredouille, wenn es an der Kasse zur Bezahlung geht.
Erstmals aufgefallen war das Problem, als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fleisch aus der Theke vermissten. Bei genauerer Überprüfung fanden sie die Waren zwischen anderen Regalen im Laden versteckt. Später bestätigten Überwachungskameras, dass Kunden Fleisch, das sie sich schließlich doch nicht leisten konnten, absichtlich verräumten.
Als Reaktion brachte der Supermarkt Warnschilder an der Fleischtheke an. Diese erinnern die Kundschaft daran, nicht bezahlbare Artikel stattdessen dem Personal zurückzugeben – statt sie zu verstecken. Seit die Hinweise hängen, gibt es weniger Vorfälle mit verstecktem Fleisch. Werden Kunden beim Verbergen von Waren erwischt, riskieren sie einen Hausverweis. Der Supermarkt macht deutlich, dass ein solches Verhalten nicht toleriert wird – auch wenn er die finanzielle Belastung vieler Haushalte anerkennt.
Die Maßnahmen zeigen offenbar Wirkung: In den letzten Wochen wurden weniger solche Vorfälle gemeldet. Der Supermarkt behält die Situation weiterhin im Blick und setzt seine Richtlinien konsequent durch. Kunden, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, werden aufgefordert, sich lieber an das Personal zu wenden, statt Waren zu verstecken.
