"Tatort" schlägt Olympia 2026: 7,29 Millionen Zuschauer bejubeln Dortmunder Krimi
Lina Schmidt"Tatort" setzt sich gegen Olympia und Dschungel durch - "Tatort" schlägt Olympia 2026: 7,29 Millionen Zuschauer bejubeln Dortmunder Krimi
Am Sonntagabend des 22. Februar 2026 gab es einen klaren Quotenkönig: Die ARD-Krimireihe Tatort dominierte die Einschaltquoten. Das Format lockte 7,29 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme und ließ damit sowohl die Abschlussfeier der Winterspiele als auch Promi-Realityshows deutlich hinter sich. Die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina hingegen endeten mit soliden, aber im Vergleich zu früheren Austragungen geringeren Zuschauerzahlen.
Die Tatort-Folge Schmerz, die in Dortmund spielte, wurde um 20:15 Uhr ausgestrahlt und sicherte sich mit 7,29 Millionen Zuschauern den Spitzenplatz. Die Sendung führte auch in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 1,11 Millionen Zuschauern – mehr als die Olympischen Spiele und die RTL-Nachshow gemeinsam.
Die Abschlussfeier der Winterspiele von Mailand-Cortina, übertragen aus Verona, erreichte im Schnitt 4,28 bis 4,3 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 18,9 Prozent. Zwar waren diese Werte beachtlich, doch blieben sie hinter den Sommer Spielen in Paris 2024 zurück, als deutsche Medaillenerfolge bis zu 5,88 Millionen Zuschauer verfolgten. Winterspiele kommen im Linearen meist auf rund 3,2 Millionen Zuschauer, doch halfen Streaming (50 Millionen Aufrufe) und die junge Zielgruppe, das Gesamtinteresse zu steigern.
Die RTL-Nachshow zu Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! mit Dschungelkönig Gil Ofarim zog 2,33 Millionen Zuschauer an. Besonders in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen schnitt sie mit 780.000 Zuschauern gut ab. Dagegen hatte ProSiebens Format On & Off the Catwalk by Heidi Klum einen schweren Stand: Nur 590.000 Zuschauer schalteten insgesamt ein, in der werberelevanten Zielgruppe waren es lediglich 240.000.
Gründe für die geringeren Live-Quoten der Olympischen Spiele könnten die wenigen deutschen Medaillenchancen während der Abschlussfeier, die Konkurrenz durch Tatort sowie die generell höhere Attraktivität der Sommerspiele sein. Dennoch sorgten Streaming und das junge Publikum für eine hohe Gesamtbeteiligung.
Die Quoten des Abends bestätigten Tatort als das meistgesehene Programm – sowohl insgesamt als auch bei den jüngeren Zuschauern. Die Abschlussfeier der Winterspiele hielt sich wacker, erreichte aber nicht die Spitzenwerte der Sommerspiele. Bei den Reality-Formaten gab es gemischte Ergebnisse: Die RTL-Nachshow lag deutlich vor ProSiebens Modeshow.
