27 April 2026, 16:22

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder

Ein Mann in Anzug und Krawatte hält ein Mikrofon, mit der Hand eines Reporters links daneben, während er vor einem Fenster und einer Wand interviewt wird.

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder

Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Bild vor unberechtigter Nutzung durch KI zu schützen. Am 24. April 2025 reichte ihr Unternehmen drei Markenanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) ein. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis in der Unterhaltungsbranche über KI-generierte Inhalte, die das Erscheinungsbild von Künstlern missbrauchen.

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Die Anmeldungen wurden über Swifts TAS Rights Management eingereicht und vom Fachanwalt für geistiges Eigentum, Josh Gerben, aufgedeckt. Sie stellen einen neuartigen Versuch dar, ihre Identität über das Markenrecht zu schützen – ein Bereich, der traditionell nicht für diesen Zweck genutzt wird.

Zwei der Anträge beziehen sich auf Klangmarken, die mit Swifts Stimme verbunden sind. Einer betrifft den Satz "Hey, hier ist Taylor Swift", der andere schützt "Hey, hier ist Taylor". Mit diesen Anmeldungen soll die unberechtigte Verwendung ihrer stimmlichen Charakteristika in KI-generierten Inhalten verhindert werden.

Die dritte Anmeldung ist eine Bildmarke. Sie zeigt ein Foto von Swift, wie sie eine pinke Gitarre hält, ein mehrfarbig schillerndes Bodysuit trägt und auf einer pinken Bühne steht. Damit will sie kontrollieren, wie ihr Bild reproduziert wird.

Swifts rechtliche Initiative folgt auf mehrere Fälle, in denen ihr Erscheinungsbild ohne Erlaubnis für KI-Fälschungen genutzt wurde – etwa in Meta-KI-Chats oder expliziten Deepfake-Bildern. Das Problem zwingt Künstler dazu, nach neuen rechtlichen Schutzmöglichkeiten zu suchen, da das klassische Markenrecht allgemeine Ähnlichkeit oder Stimme nicht abdeckt.

Die Strategie ähnelt einem jüngeren Fall mit dem Schauspieler Matthew McConaughey, dessen Anwälte 2025 ähnliche Markenrechte sicherten. Sollte Swifts Vorgehen erfolgreich sein, könnten Künstler künftig Löschanträge gegen KI-Plattformen stellen – ähnlich wie Studios Urheberrechte durchsetzen. Zudem könnten Markenverletzungsklagen vor Bundesgerichten eingereicht werden, was eine stärkere Abschreckung gegen Missbrauch bieten würde.

Allerdings ist die "Markenrecht-als-Selbstschutz"-Methode in KI-bezogenen Fällen noch nicht vor Gericht getestet. Ihre Wirksamkeit bei der Blockade unberechtigter KI-Inhalte bleibt ungewiss.

Die Anmeldungen unterstreichen die zunehmende Verunsicherung der Unterhaltungsbranche angesichts des Potenzials von KI, Stimmen und Bilder von Künstlern auszubeuten. Swifts Juristen gehen neue Wege, indem sie das Markenrecht auf eine nicht ursprünglich vorgesehene Art nutzen. Falls die Marken Bestand haben, könnten sie einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Prominente ihre Identität im digitalen Zeitalter verteidigen.

Quelle