Traditionsunternehmen Brüder Schlau schließt nach Insolvenz für immer seine Türen
Anton MeyerTraditionsunternehmen Brüder Schlau schließt nach Insolvenz für immer seine Türen
Brüder Schlau Gruppe stellt nach Insolvenzantrag den Betrieb ein
Die Brüder Schlau Gruppe, ein traditionsreiches deutsches Handelsunternehmen, wird nach der Insolvenzanmeldung im Juni geschlossen. Das 1921 von Theodor und Wilhelm Schlau in Minden gegründete Unternehmen stellt seine Großhandelsdivision ein, die einst rund 60 Schlau-Handwerker-Märkte betrieb. Gleichzeitig übernimmt das Investorenkonsortium ReThink die Möbelkette Hammer.
Der Insolvenzprozess hat tiefgreifende Veränderungen im gesamten Konzern ausgelöst. Die Schlau-Großhandelsdivision, die Handwerker über ihr Filialnetz belieferte, wird vollständig abgewickelt. Der verbleibende Warenbestand soll verkauft werden, doch wie viele Standorte unter neuer Marke wiedereröffnet werden, bleibt unklar.
Auch die Möbelhandelskette Hammer steht vor umfangreichen Umstrukturierungen. Rund 70 Filialen werden geschlossen, was zu Stellenstreichungen führt. Allerdings sollen 93 Standorte weitergeführt werden, wodurch etwa 1.200 Arbeitsplätze gesichert werden. Noch laufen Gespräche mit den Betriebsräten, um Sozialpläne und Abfindungsregelungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finalisieren.
Die Hammer-Kette selbst wurde 1976 gegründet, mit den ersten Filialen in Bremerhaven und Lübbecke. Unter der neuen Eigentümerschaft von ReThink werden die verbleibenden Standorte weiterbetrieben – wenn auch in kleinerem Umfang als zuvor.
Das Ende der Brüder Schlau Gruppe markiert das Aus eines über hundert Jahre alten Unternehmens. Während die Schlau-Großhandelsdivision verschwindet, bietet die teilweise Rettung von Hammer durch neue Investoren etwas Stabilität. Die genaue Zahl der geretteten Arbeitsplätze und Filialen hängt von den Ergebnissen der laufenden Verhandlungen ab.






