22 January 2026, 08:36

Trump fordert Friedensnobelpreis – und schreibt Norwegen einen ungewöhnlichen Brief

Ein Mann in einem Anzug sitzt an einem Tisch und hat seine Hand auf seinem Kinn, umgeben von einem Mikrofon und einem Buch, mit einem unscharfen Hintergrund.

Guido Cantz: Trump lässt Satiriker alt aussehen - Trump fordert Friedensnobelpreis – und schreibt Norwegen einen ungewöhnlichen Brief

Ehemaliger US-Präsident Donald Trump hat dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre einen Brief geschrieben, in dem er fragt, warum ihm nie der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Der Brief folgt auf jahrelange Spekulationen und sogar eine Nominierung für den Preis 2025 durch den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

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Trumps Behauptung, er habe acht Kriege beendet, hat die Diskussionen über seine Eignung für die renommierte Auszeichnung neu entfacht.

Der jüngste Vorstoß geht auf eine Nominierung für 2025 durch Netanjahu zurück, der Trump kurz nach dessen Amtsantritt als US-Präsident vorgeschlagen hatte. Trump selbst hat wiederholt argumentiert, seine außenpolitischen Erfolge – insbesondere seine Aussage, acht Konflikte beendet zu haben – hätten ihm den Preis eingebracht.

Unterdessen hatte der deutsche Komiker Guido Cantz einst scherzhaft angemerkt, Trump würde den Friedensnobelpreis "notfalls mit Gewalt an sich reißen". Dieser Spruch, vor Jahren gemacht, hat nun unerwartet an Aktualität gewonnen. Cantz räumte ein, dass es angesichts der ständigen Schlagzeilen und Aussagen des Ex-Präsidenten schwierig sei, über Trump noch neue Witze zu machen.

Das Nobelkomitee hat sich weder zu Trumps Brief noch zu Netanjahus Nominierung öffentlich geäußert. Doch die Debatte über Trumps Eignung für den Preis sorgt weiterhin für politische und öffentliche Diskussionen.

Trumps Schreiben an den norwegischen Ministerpräsidenten hält die Debatte um den Friedensnobelpreis am Leben. Mit Netanjahus Nominierung bereits in den Akten könnte das Komitee in Zukunft noch stärker unter Druck geraten, seine Auswahlkriterien zu erklären. Vorerst bleibt die Frage, ob Trump den Preis jemals erhalten wird, unbeantwortet.