VAR-Störung bei Preußen Münster gegen Hertha BSC: Fans legen Spiel lahm
Lina SchmidtVAR-Störung bei Preußen Münster gegen Hertha BSC: Fans legen Spiel lahm
Zweitligapartie zwischen Preußen Münster und Hertha BSC durch VAR-Störung unterbrochen
Ein Spiel der 2. Bundesliga zwischen Preußen Münster und Hertha BSC wurde kurz vor der Halbzeit unterbrochen, als zwei vermummte Fans den Bildschirm des Videobeweises (VAR) abschalteten. Der Vorfall zwang die Schiedsrichter, auf Fernunterstützung auszuweichen, und löste weitere Proteste der Anhänger gegen das Videoschiedsrichter-System aus.
Die Störung ereignete sich, als Schiedsrichter Felix Bickel eine mögliche Strafraumszene für Hertha BSC überprüfen wollte. Da der VAR-Monitor außer Betrieb war, musste Bickel Rücksprache mit dem VAR-Truck in Köln halten, bevor er den Elfmeter gab. Unterdessen zeigten Preußen-Münster-Fans ein Transparent mit der Aufschrift "VAR abschalten", womit sie ihre Ablehnung des Systems unterstrichen.
Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Vorfall geplant war, da ein passendes Banner bereits im Heimblock zu sehen war. Im Preußenstadion, das bis zu 15.050 Zuschauer fasst, wurde keine aktuelle Zuschauerzahl bekannt gegeben. Der SC Preußen Münster verurteilte die Aktion umgehend. Die Behörden kündigten an, die Verantwortlichen zu identifizieren, und führten zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen ein, um künftige Störungen zu verhindern.
Nach der Wiederherstellung des VAR-Systems wurde das Spiel fortgesetzt, doch der Vorfall unterstrich die anhaltenden Spannungen um die Videobeweise. Der SC Preußen Münster hat inzwischen die Stadionregeln verschärft, um ähnliche Eingriffe zu verhindern. Der Verein bestätigte zudem, disziplinarische Maßnahmen gegen die Beteiligten einzuleiten.
