Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein Neuanfang nach Solingen
Lina SchmidtVerena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein Neuanfang nach Solingen
Verena Schäffer ist als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Die 39-jährige Politikerin der Grünen aus Witten übernimmt das Amt von Josefine Paul, die nach Kommunikationspannen im Zusammenhang mit dem Vorfall in Solingen zurückgetreten war.
Schäffers politische Laufbahn begann früh: Mit 18 trat sie den Grünen bei, mit 24 zog sie in den Landtag ein. Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich zu einer Schlüsselfigur in der schwarz-grünen Koalition des Landes und wurde für ihre Führungsstärke und ihr moralisches Urteilsvermögen gelobt.
Bekannt ist sie vor allem für ihr Engagement in den Bereichen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Antidiskriminierung und Frauenrechte. Als Mutter zweier Kinder spricht sie offen über die Herausforderungen, Familie und politische Karriere unter einen Hut zu bringen. Einer ihrer bemerkenswerten Erfolge war die Einrichtung eines "Kinderzimmers" im Landtag, das die Institution familienfreundlicher machte.
Ihre Ernennung folgt auf den Rücktritt Josefine Pauls, der von den Grünen am 27. Januar 2026 bekannt gegeben wurde. Parteivertreter betonten Schäffers Erfahrung und ihr Engagement als Gründe für die Wahl.
Schäffer übernimmt nun ein breites Aufgabenspektrum, das von Kinderwohl und Gleichstellung bis hin zur Integration von Geflüchteten reicht. Ihr Hintergrund in der Familienpolitik und ihr langjähriges soziales Engagement werden voraussichtlich ihre Arbeit in der neuen Rolle prägen. Der Wechsel markiert einen Neuanfang für das Ministerium nach den jüngsten Kontroversen.
