03 May 2026, 10:14

Vier Ampeln auf 20 Metern: Wie Rheda-Wiedenbrück Steuergelder verschwendet

Ampeln auf Pfählen neben Gebäuden montiert.

Vier Ampeln auf 20 Metern: Wie Rheda-Wiedenbrück Steuergelder verschwendet

Eine schlecht geplante Ampelanlage in Rheda-Wiedenbrück hat Kritik auf sich gezogen, weil sie öffentliche Gelder verschwendet. Die Stadt installierte auf der Pixeler Straße innerhalb von nur 20 Metern gleich vier Ampeln, was bei Autofahrern und Fußgängern für Verwirrung sorgt. Mittlerweile haben sowohl Steuerzahlerverbände als auch ein bekannter Komiker das Debakel als Beispiel für staatliche Ineffizienz angeprangert.

Die Probleme begannen 2016, als Rheda-Wiedenbrück Fördergelder des Landes für den Bau eines Radwegs beantragte. Das Projekt erforderte einen sicheren Übergang an der Pixeler Straße, doch bald gab es Uneinigkeit darüber, wie dieser umgesetzt werden sollte. Die Stadt schlug zunächst eine Barriere und eine Überquerungshilfe 20 Meter entfernt vor – ein Plan, den die Bezirksregierung jedoch ablehnte.

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Sieben verschiedene Behörden beteiligten sich an der Bewertung der Sicherheit der Querung, wobei jede unterschiedliche Risikobewertungen abgab. Die Kommune drängte daraufhin darauf, die Überquerungshilfe an die Höhe des Radwegs anzupassen, doch die Landesstraßenbehörde NRW lehnte diesen Vorschlag ab. Schließlich installierte die Stadt das umstrittene Doppelsystem aus Ampeln, das heute wegen seiner Unpraktikabilität landesweit belächelt wird.

Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 47.000 bis 51.000 Euro, hinzu kommen jährliche Wartungskosten von 1.000 bis 1.500 Euro. Der Bund der Steuerzahler nahm den Fall daraufhin in sein Schwarzbuch auf und führte ihn als eines von 14 Beispielen für Geldverschwendung in Nordrhein-Westfalen an. Selbst der Komiker Mario Barth griff die verwirrende Ampelkonstellation in seinen Programmen auf und lenkte so weitere Aufmerksamkeit auf das Problem.

Die Stadt hat eingeräumt, dass die Ampelregelung verwirrend und schlecht umgesetzt ist. Steuerzahlervertreter kritisieren weiterhin die unnötigen Ausgaben und die laufenden Wartungskosten. Da es keine unmittelbaren Pläne gibt, die Anlage zu ändern, bleibt die fehlerhafte Querung vorerst bestehen.

Quelle