Vier Kommunen planen gemeinsam ein neues Krankenhaus für die Region
Philipp SchulteVier Kommunen planen gemeinsam ein neues Krankenhaus für die Region
Vier Bürgermeister aus nordrhein-westfälischen Kommunen haben ihre Entschlossenheit bekräftigt, ein gemeinsames Krankenhaus zu errichten. Bei einer Videokonferenz am 4. Dezember 2025 betonten die Verantwortlichen aus Grevenbroich, Bedburg, Jüchen und Rommerskirchen die Notwendigkeit einer fortgesetzten Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorbereitung auf künftige Gespräche mit Akteuren des Gesundheitswesens in der gesamten Region.
Die Bürgermeister vereinbarten, sich an den bestehenden Zeitplan zu halten, der eine Machbarkeitsstudie, Standortbewertungen sowie Gespräche mit potenziellen Betreibern und Investoren vorsieht. Sobald die Studie abgeschlossen ist, wird die Verwaltung von Grevenbroich die Federführung übernehmen, um die nächsten Schritte vorzubereiten.
Bürgermeister Klaus Krüten unterstrich die Dringlichkeit des Vorhabens und verwies darauf, dass die medizinische Versorgung für über 100.000 Einwohner nicht aufgeschoben werden könne. Er betonte, dass die Städte die Planung des Krankenhauses weiterhin in eigener Regie steuern und gemeinsam vorantreiben. Krüten rief zudem zu einem offenen Dialog mit allen Beteiligten auf und erklärte, dass eine nachhaltige Lösung nur im gemeinsamen Einsatz gelingen könne. Obwohl die Gruppe ihre Unzufriedenheit über jüngste öffentliche Äußerungen zur Initiative zum Ausdruck brachte, versprach sie, die konstruktive Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten. Dazu gehört auch die enge Abstimmung mit dem Landrat und weiteren regionalen Partnern. Bei dem Treffen ging es zudem um die gemeinsame Vorbereitung auf anstehende Gespräche mit Gesundheitsdienstleistern und Investoren auf regionaler und überregionaler Ebene.
Unabhängig davon unterstützte der Bürgermeister von Eberswalde ein ähnliches Quartiersentwicklungskonzept im Zusammenhang mit einem Neubau am GLG Werner-Forßmann-Klinikum. Dort sollen die Bauvorbereitungen 2026 beginnen, wobei kein direkter Bezug zur Konferenz vom 4. Dezember hergestellt wurde.
Die vier Kommunen haben ihren einheitlichen Ansatz für das Krankenhausprojekt erneut bekräftigt. Während die Machbarkeitsstudie noch läuft, wird Grevenbroich die nächsten Phasen koordinieren. Das gemeinsame Engagement der Bürgermeister soll sicherstellen, dass das Vorhaben den Gesundheitsbedürfnissen der Region gerecht wird.
