Vier Tonnen vergiftete Tomaten aus China in Krasnoyarsk entdeckt und vernichtet
Lina SchmidtVier Tonnen vergiftete Tomaten aus China in Krasnoyarsk entdeckt und vernichtet
In Krasnoyarsk wurde eine vier Tonnen schwere Tomatenlieferung aus China entdeckt, die mit einem gefährlichen Pflanzenvirus belastet war. Die infizierte Ware war in einem Zolllager eingelagert worden, bevor die Behörden die Bedrohung erkannten. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wird die gesamte kontaminierte Lieferung nun vernichtet.
Die Tomaten waren im Agroterminal-Zolllager von Krasnoyarsk zur Zwischenlagerung eingegangenen. Spätere Untersuchungen der russischen Landwirtschaftsaufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor bestätigten, dass sie mit dem Tomaten-Braunrugose-Fruchtvirus (ToBRFV) belastet waren. Diese Infektion ist für Pflanzen tödlich und kann innerhalb einer Woche ganze Gewächshausbestände vernichten.
Das Virus verbreitet sich leicht durch direkten Kontakt, etwa über verunreinigte Werkzeuge, Hände oder Kleidung. Es kann auch im Boden überdauern oder durch bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln übertragen werden. Um die Gefahr einzudämmen, haben die Behörden angeordnet, die gesamte vier Tonnen schwere Lieferung zu verbrennen.
Durch die Vernichtung der Tomaten soll verhindert werden, dass das Virus lokale Betriebe erreicht. Landwirte in der Region werden so vor möglichen Ernteausfällen bewahrt, da der Erreger bei einer Freisetzung verheerende Schäden hätte anrichten können. Die Behörden überwachen weiterhin Importe, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.






