Vodafone setzt 140 Millionen Euro auf KI – und baut gleichzeitig 2.000 Jobs ab
Philipp SchulteVodafone setzt 140 Millionen Euro auf KI – und baut gleichzeitig 2.000 Jobs ab
Vodafone Deutschland investiert rund 140 Millionen Euro in KI-Technologie von Microsoft und OpenAI. Damit soll der Kundenservice-Chatbot TOBi aufgerüstet werden, um schnellere und präzisere Antworten zu ermöglichen. Die Maßnahme fällt zusammen mit Plänen des Unternehmens, 2.000 Stellen – etwa 13 Prozent der Belegschaft – abzubauen oder zu verlagern.
Die Investition sieht die Integration von OpenAI-Tools wie ChatGPT, DALL-E und Whisper in Microsofts Cloud-Plattform Azure vor. Diese Systeme werden TOBi optimieren, der allein im vergangenen Jahr in Deutschland acht Millionen Kundenanfragen bearbeitet hat. Aktuell löst der Chatbot bereits 65 Prozent der Probleme ohne menschliche Unterstützung.
Vodafone hat ähnliche Upgrades bereits in Portugal und Italien getestet, wo TOBi nun effizienter antwortet. In Deutschland soll das verbesserte System demnächst auch bei Aufgaben wie der Fehlerbehebung an Hardware oder der Einrichtung von Routern helfen. Zudem plant das Unternehmen, den Kundenservice zu straffen, indem die Teams für Festnetz- und Mobilfunkdienste zusammengelegt werden.
Der KI-Schub folgt auf Vodafones Ankündigung vom März, 2.000 Stellen zu streichen oder zu verlagern. Die Umstrukturierung zielt darauf ab, die Automatisierung auszubauen und gleichzeitig die Mitarbeiterzahl im gesamten Unternehmen zu reduzieren.
Die 140-Millionen-Euro-Aufrüstung wird in den kommenden Wochen in Deutschland schrittweise eingeführt. Durch die gesteigerte Geschwindigkeit und Genauigkeit von TOBi sollen künftig mehr Kundenanfragen eigenständig bearbeitet werden. Gleichzeitig werden die Stellenkürzungen und der KI-Ausbau die Belegschaft und die Serviceabläufe bei Vodafone grundlegend verändern.






