Vodafone und Telekom erhöhen Preise – Neukunden zahlen mehr für Festnetz-Internet
Julian FrankeFestnetzinternet wird für Neukunden teurer - Vodafone und Telekom erhöhen Preise – Neukunden zahlen mehr für Festnetz-Internet
Vodafone und die Deutsche Telekom haben in den letzten Monaten die Preise für Festnetz-Internetverträge erhöht. Die Änderungen betreffen Neukunden: Vodafone führt zusätzliche Gebühren ein, während die Telekom die monatlichen Tarife anhebt. Unterdessen gewinnt eine Sammelklage gegen Vodafone wegen früherer Preiserhöhungen weiterhin an Unterstützung.
Die Deutsche Telekom hat ihre Listenpreise für Neukunden im Festnetz-Internet um einen Euro pro Monat erhöht. Als Begründung nennt das Unternehmen die hohen Kosten für den Netzausbau und die Modernisierung der Infrastruktur.
Vodafone geht einen etwas anderen Weg. Zwar bleiben die Listenpreise unverändert, doch Neukunden müssen nun eine Anschlussgebühr von 50 Euro zahlen. Zudem verlangt der Anbieter für den bisher kostenlosen Vodafone-Station-Router etwa vier Euro monatlich. Ein Sprecher erklärte, die Änderungen spiegelten die veränderten Aktionsangebote der Branche wider.
Ein Vodafone-Tarif, GigaZuhause Kabel 50, kostet nun in den ersten neun Monaten rund 20 Euro, bevor er auf etwa 40 Euro steigt. Zuvor hatte derselbe Tarif im ersten Jahr etwa 10 Euro gekostet. Die Anpassungen befeuern eine laufende Sammelklage, der sich bereits über 100.000 Personen angeschlossen haben. Eine mündliche Verhandlung ist für Dezember 2025 am Oberlandesgericht Hamm angesetzt.
Der dritte große Anbieter, 1&1, hat bestätigt, keine Preiserhöhungen zu planen. Allerdings erlauben begrenzte Daten keinen klaren Vergleich der Tarifentwicklung aller Anbieter über das vergangene Jahr hinweg.
Die Preisanpassungen bei Vodafone und der Deutschen Telekom führen für Neukunden zu höheren Kosten. Die Klage gegen Vodafone wird Ende 2025 weiterverhandelt, während 1&1 seine aktuellen Preise beibehält. Aktuelle Angebote von Anbietern wie O2 und PYUR zeigen unterschiedliche Einstiegspreise, doch ein direkter Vergleich mit den Vorjahreskonditionen ist nicht möglich.






