Vom Druckereigelände zum Padel-Paradies: Essens nachhaltige Transformation
Anton MeyerVom Druckereigelände zum Padel-Paradies: Essens nachhaltige Transformation
Ein ehemaliges Druckereigelände in Essen wurde nach seinem Verkauf im Jahr 2021 zu einem gemischt genutzten Komplex umgebaut. Auf dem einst der FUNKE Mediengruppe gehörenden Areal befinden sich nun ein Padel-Tennis-Zentrum, Selfstorage-Lagerflächen und Logistikbetriebe. Oberbürgermeister Thomas Kufen besuchte kürzlich das umgenutzte, 28.000 Quadratmeter große Gelände, um dessen Rolle für die städtische Erneuerung zu unterstreichen.
Die Greyfield Holding GmbH hatte die Druckereianlage der FUNKE-Gruppe 2021 erworben. Statt die bestehenden Gebäude abzureißen, erhielt und erweiterte das Unternehmen sie. Die alten Druckmaschinenhallen wurden zu neuen Nutzflächen umgestaltet, darunter ein 3.000 Quadratmeter großes Padel-Tennis-Center und ein 5.000 Quadratmeter umfassendes Selfstorage-Zentrum. Zudem zogen weitere Logistikunternehmen in die verbleibenden Flächen ein.
Bei seinem Besuch am 28. Januar 2026 lobte Oberbürgermeister Kufen das Projekt für seinen nachhaltigen Ansatz. Er betonte, dass die Revitalisierung alter Industrieflächen Ressourcen schont und den Bedarf an Neubauten auf unbebauten Flächen verringert. Der Oberbürgermeister hob zudem die Bedeutung der Umnutzung ehemaliger Gewerbeimmobilien für die Gestaltung moderner Städte hervor.
Unterdessen hat die FUNKE Mediengruppe seit dem Verkauf ihre Schwerpunkte verlagert. Das Unternehmen setzt nun auf digitales Wachstum und startete Initiativen wie die Kampagne STUDIEN WIRKEN zu medizinischen Studien im November 2025 sowie die Buchreihe #weileswichtigist zu Gesundheitsthemen im Oktober 2025. Im Dezember 2025 wurde Carsten Groß zum CEO des Bereichs Digital Publishing ernannt – ein Zeichen für die Neuausrichtung der Gruppe, während die Auflagen im Printbereich in Regionen wie Thüringen weiter zurückgehen.
Das Essener Gelände dient heute vielfältigen Zwecken – von Sport und Lagerung bis hin zu Logistik. Das Projekt zeigt, wie alte Industriegebäude neuen Nutzungen zugeführt werden können. Die FUNKE Mediengruppe hingegen baut ihre digitalen Angebote weiter aus und reduziert gleichzeitig ihre Abhängigkeit vom traditionellen Zeitungsdruck.
