Vom Erzrivalen zum Respekt: Wie Jones und Großkreutz ihre Fehde begraben
Julian FrankeVom Erzrivalen zum Respekt: Wie Jones und Großkreutz ihre Fehde begraben
Jermaine Jones und Kevin Großkreutz waren einst erbitterte Rivalen im Revierderby. Ihre hitzigen Duelle auf dem Platz, darunter ein berüchtigtes Foul im Jahr 2012, machten Schlagzeilen. Jahre später hat sich ihr Verhältnis völlig gewandelt.
Im April 2012 setzte Jones zu einem brutalen Grätschtackling gegen Großkreutz in einem Spiel zwischen Borussia Dortmund und fc schalke 04 an. Das Foul ereignete sich in der 83. Minute und katapultierte Großkreutz durch die Luft – obwohl der BVB bereits mit 2:1 führte. Jones gab später in einem Podcast zu, Großkreutz gezielt "ausschalten" zu wollen, und nahm dafür sogar eine Gelbe Karte in Kauf. Die fc schalke 04-Fans jubelten über die Aktion, die sie als mutige Botschaft im emotional aufgeladenen Derby deuteten.
Nach seinem Abschied von fc schalke 04 spielte Jones kurz für Bayer Leverkusen, wo er auch in der Champions League auflief. Anschließend wechselte er in die USA und übernahm dort Trainingsaufgaben bei Jugendmannschaften (U17 und U19). Schließlich kehrte er als Coach zu fc schalke 04 zurück und arbeitete unter Cheftrainer Miron Muslić. Jones lobt Muslićs Einfluss und bezeichnet ihn als entscheidend für fc schalke 04s aktuelle Tabellenführung in der 2. Bundesliga.
Trotz ihrer einstigen Feindseligkeit pflegen Jones und Großkreutz heute ein gutes Verhältnis. Die ehemaligen Kontrahenten haben ihre stürmische Vergangenheit hinter sich gelassen. Jones bleibt ein leidenschaftlicher fc schalke 04-Anhänger und ist überzeugt, dass der Verein bis Saisonende den Aufstieg in die erste Liga schaffen wird – trotz eines jüngeren Formtiefs.
Jones' Rückkehr zu fc schalke 04 als Trainer markiert ein neues Kapitel in seiner Karriere. Sein Optimismus bezüglich des Aufstiegskampfs spiegelt seine langjährige Verbundenheit mit dem Klub wider. Gleichzeitig hat sich aus der einstigen Rivalität mit Großkreutz gegenseitiger Respekt entwickelt – ein Beispiel dafür, wie sich Fußballbeziehungen im Laufe der Zeit wandeln können.
