Vom Taxibüro zur Poker-Legende: Wie eine Kriminologin die Spieltische erobert
Anton MeyerVom Taxibüro zur Poker-Legende: Wie eine Kriminologin die Spieltische erobert
Von der Taxizentrale an den Pokertisch: Wie eine Kriminalogin mit Leidenschaft und Strategie gewinnt
Dr. Angela Rogan entdeckte ihre Liebe zum Poker bereits mit elf Jahren – in einer Taxizentrale in Belfast. Jahrzehnte später kehrt sie nach ihrer Promotion zurück an die Spieltische und vereint heute ihre Tätigkeit als Dozentin für Kriminologie an der Queen’s University Belfast mit beachtlichen Gewinnen in Höhe von mehreren tausend Pfund. Erst kürzlich sicherte sie sich über 10.000 Pfund an Turnierpreisen – und gibt ihr Wissen nun an ihren 18-jährigen Sohn weiter.
Ihre ersten Pokerjahre verbrachte Rogan in von Männern dominierten Räumen, oft als einzige Frau am Tisch. Sie erlebte Sexismus und Anfeindungen, ließ sich davon aber nicht abschrecken. Damals spielte sie noch Varianten wie Railroad oder Big Heart Brag – lange bevor Texas Hold’em den Markt eroberte. Selbst als sie vier Kinder unter fünf Jahren großzog, trat sie weiterhin bei Turnieren an.
Nach einer Pause, in der sie sich auf ihre Ausbildung konzentrierte, absolvierte Rogan ein Studium, einen Master und schließlich eine Promotion. Mit dem Abschluss kehrte sie zum Live-Poker zurück – und feierte schnell Erfolge. Ihr Sohn, mittlerweile 18, gewann unter ihrer Anleitung bereits 3.500 Pfund bei seinem ersten Event der Irish Poker Tour.
Besonders schätzt Rogan die PartyPoker Tour für ihre offene und einladende Atmosphäre, die vor allem neuen Spielern den Einstieg erleichtert. Diese Gemeinschaft steht in krassem Gegensatz zur Isolation, die sie in den frühen Pokerjahren oft erlebte.
Rogans Geschichte spannt sich über Jahrzehnte – von den Taxizentralen Belfasts über universitäre Hörsäle bis zurück an die grüne Filztische der Pokerwelt. Dass ihr Sohn bereits erste Erfolge verzeichnet, zeigt, dass ihr Einfluss weit über ihre eigenen Turniergewinne hinausreicht. Mit einer Karriere, die Wissenschaft und Hochrisiko-Wettbewerb verbindet, stellt sie nach wie vor gängige Erwartungen in beiden Bereichen infrage.






