VRR plant klimaneutralen Schienenverkehr bis 2030 mit Batteriezügen und neuen Haltepunkten
Lina SchmidtVRR plant klimaneutralen Schienenverkehr bis 2030 mit Batteriezügen und neuen Haltepunkten
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat umfassende Maßnahmen angekündigt, um den Schienenverkehr in der Region bis 2030 zu modernisieren und klimaneutral zu gestalten. Zu den zentralen Vorhaben gehören die Einführung batteriebetriebener Züge, der Ausbau der Infrastruktur sowie eine höhere Zuverlässigkeit auf besonders betroffenen Strecken. Die Pläne fließen zudem in die Vorbereitungen für Großveranstaltungen wie die Bundesgartenschau 2031 in Wuppertal ein.
Bis Ende 2028 werden die Linien S7 und RE47 im Bergischen Städtedreieck auf batteriebetriebene Triebzüge (BEMU) umgestellt. Dies ist Teil einer breiter angelegten Strategie, um den gesamten VRR-Schienenverkehr noch vor Ende des Jahrzehnts CO₂-frei zu betreiben. Parallel dazu entstehen neue Haltepunkte im SPNV-Netz in Meigen und Honsberg, die die lokale Anbindung verbessern sollen.
Der VRR prüft derzeit drei verschiedene Szenarien, um Fahrzeiten und Umsteigemöglichkeiten auf den Linien RE47 und S7 zu optimieren. Zudem wird erwogen, einen zusätzlichen Halt in Wuppertal-Rauental an der S7 einzurichten. Infrastrukturmaßnahmen wie Brückenbauwerke und verlängerte Bahnsteige sollen zudem die Kapazitäten für den zukünftig ausgebauten Zugverkehr erhöhen.
Auf Strecken mit häufigen Verspätungen, etwa der RE7 und RB48, arbeitet der VRR an Lösungen, um den Betrieb zu stabilisieren. Bei Zugausfällen wird künftig ein zuverlässiger, barrierefreier Schienenersatzverkehr (SEV) sichergestellt. Über den Schienenpersonennahverkehr hinaus treibt der Verband den Ausbau neuer X-Bus-Linien sowie zusätzlicher Busverbindungen im Bergischen Städtedreieck voran.
Darüber hinaus unterstützt der VRR eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Balkantrasse und weiterer stillgelegter Streckenabschnitte. Im Hinblick auf die Bundesgartenschau 2031 in Wuppertal sind häufigere Zugverbindungen geplant, während größere Baumaßnahmen im Bergischen Städtedreieck während der Veranstaltung vermieden werden sollen.
Die VRR-Pläne zielen darauf ab, den öffentlichen Verkehr in der Region innerhalb der nächsten sechs Jahre sauberer und zuverlässiger zu machen. Batteriezüge, neue Haltepunkte und Infrastrukturprojekte sollen Verspätungen reduzieren und die wachsende Nachfrage bedienen. Gleichzeitig sorgen die Anpassungen für reibungslosere Mobilität während Großveranstaltungen wie der Bundesgartenschau 2031.






