VRR schafft Zweistufen-Tickets ab – digitale Lösungen und Preisschock ab 2026
Julian FrankeVRR schafft Zweistufen-Tickets ab – digitale Lösungen und Preisschock ab 2026
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) stellt Ticketsystem grundlegend um
Ab 2026 verschwindet das klassische Zweistufen-Ticket beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) – stattdessen setzen die Verantwortlichen auf digitale Lösungen wie das neue Smartphone-Ticket "Eezy". Gleichzeitig steigen die Preise für Kurzstrecken in Nachbarstädte um mehr als das Doppelte.
Der VRR plant, die herkömmlichen Zweistufen-Tickets bis 2026 komplett abzuschaffen. Fahrgäste müssen dann auf digitale Alternativen wie das "Eezy"-Ticket ausweichen, das per Smartphone gebucht wird. Die Umstellung stößt bereits jetzt auf Kritik bei Fahrgastverbänden.
Besonders drastisch fällt die Preiserhöhung für kurze Fahrten in benachbarte Städte aus: Statt bisher 3,60 Euro sollen künftig 7,80 Euro fällig werden. Der starke Anstieg wirft Fragen zur Bezahlbarkeit auf. Der Verkehrclub Deutschland (VCD) zweifelt an, ob die Fahrtkosten in Zukunft noch tragbar sein werden, und stellt zudem die weitere Mitgliedschaft Solingens im VRR infrage.
Fahrgastverbände verweisen auf Probleme bei der Barrierefreiheit und warnen, dass nicht alle Reisenden über ein Smartphone verfügen oder digitale Tickets nutzen können. Die Änderungen dürften die politische Debatte über die Ausrichtung des VRR und die Folgen für Pendler weiter anheizen.
Die vollständige Umstellung auf digitale Tickets und höhere Preise tritt 2026 in Kraft. Damit werden viele Fahrgäste zum Buchen per Smartphone gezwungen, während gleichzeitig die Kosten steigen. Die Diskussionen über Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit des Nahverkehrs in der Region werden voraussichtlich an Fahrt aufnehmen.






