22 February 2026, 04:38

Weißstörche in NRW feiern 2025 ein historisches Comeback mit über 1.000 Brutpaaren

Ein detailliertes Gemälde von zwei Störchen, die auf einem Nest aus Zweigen und Gras stehen, mit langen Hälsen und Schnäbeln vor einem weißen Hintergrund.

Angepasster Storch - Die Neue Welt der Weißen Storken - Weißstörche in NRW feiern 2025 ein historisches Comeback mit über 1.000 Brutpaaren

Weißstorch-Bestände in Nordrhein-Westfalen erreichen 2025 Rekordhoch

Die Population der Weißstörche in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 2025 mit 1.027 Brutpaaren und 1.540 flügge gewordenen Jungvögeln einen historischen Höchststand erreicht. Dies bedeutet eine beeindruckende Erholung im Vergleich zu nur drei Brutpaaren entlang der Weser im Jahr 1991. Veränderungen in den Zugrouten, der Ernährung und dem Klima haben maßgeblich zu dieser Rückkehr der Art beigetragen.

Besonders auffällig ist die Rückkehr der Störche im Kreis Minden-Lübbecke, wo sich große Kolonien wieder angesiedelt haben. Allein in Petershagen wurden 2025 190 Brutpaare gezählt. Auch kehren die Vögel aus ihren Winterquartieren früher zurück als in den vergangenen Jahrzehnten.

Veränderte Zugrouten und Überwinterungsstrategien Die Zugwege der Störche haben sich im Laufe der Zeit deutlich verschoben. Immer mehr Vögel folgen der westlichen Route, die kürzer und sicherer ist. Statt ausschließlich in das südliche Afrika zu ziehen, überwintern viele mittlerweile in Spanien, Portugal oder Nordafrika. Einige Populationen sind sogar zu ganzjährigen Bewohnern Südeuropas geworden – angelockt von milderen Wintern und Nahrung aus menschlichen Siedlungen.

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Angepasste Ernährung – aber weiterhin Risiken Auch ihr Speiseplan hat sich gewandelt: Standen früher vor allem Frösche auf dem Menu, fressen die Störche heute vermehrt Regenwürmer, Engerlinge und Feldmäuse. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen. Die Vogelgrippe hat in Spanien bereits Storchbestände getroffen, doch das volle Ausmaß der Verluste wird sich erst zeigen, wenn die Vögel in ihre Brutgebiete zurückkehren. Langanhaltende Sommertrockenheiten, die mit dem Klimawandel in Verbindung stehen, könnten die Erholung der Art trotz der Vorteile milderer Winter gefährden.

Der Weißstorch in NRW hat sich dank veränderter Verhaltensweisen und Umweltbedingungen erholt. Mit 1.027 Brutpaaren im Jahr 2025 zeigt die Art eine beachtliche Widerstandsfähigkeit – doch Risiken wie Krankheiten und Dürren bleiben bestehen. Die Fähigkeit, Zugrouten und Ernährung anzupassen, wird auch künftig entscheidend für ihr Überleben sein.