Wie das Field-Target-Schießen 1999 seinen Siegeszug in Deutschland begann
Philipp SchulteWie das Field-Target-Schießen 1999 seinen Siegeszug in Deutschland begann
Field-Target-Schießen in Deutschland: Die Anfänge
Das Field-Target-Schießen startete in Deutschland im Mai 1999 mit einem Wettbewerb in Leipzig. Die Disziplin fand schnell Anhänger, was zur Gründung spezialisierter Vereine und Parcours führte. Ein Biologieprofessor aus Bochum spielte dabei eine zentrale Rolle in der frühen Entwicklung.
Der erste deutsche Field-Target-Wettbewerb fand im Mai 1999 in Leipzig statt. Für die Konkurrenz stellten führende Hersteller wie Anschütz, Diana, Feinwerkbau, Walther und Weihrauch die Luftgewehre bereit. Das Modell Anschütz 2020 FT gilt als das erste in Deutschland speziell für diese Disziplin entwickelte Luftgewehr.
Im Herbst 1999 reiste eine deutsche Delegation zur Midland Game Fair in England, um das Field-Target-Schießen zu bewerben. Auch der Munitionshersteller H&N importierte schwere Stahlziele aus England, um neuen Enthusiasten den Einstieg zu erleichtern. Die ersten Trainings fanden auf dem Schießstand Schroppberg bei Hagen statt, bevor der Standort nach Dorsten verlegt wurde.
Ende 2000 wurde in Düsseldorf der Erste Deutsche Field-Target-Club 2000 gegründet. Volker Blüm, der Professor, der Deutschlands ersten Field-Target-Parcours entworfen hatte, überzeugte Fritz Gepperth, die Disziplin in den Bund Deutscher Sportschützen (BDS) aufzunehmen. Die Vereinsregeln sahen sogar ein Programm namens „Schützen-Förderung“ vor, um neue Gruppen und Abteilungen zu unterstützen.
Das Field-Target-Schießen etablierte sich in Deutschland durch frühe Wettbewerbe und das Engagement der Vereine. Die Sportart wuchs mit Rückhalt durch Hersteller, Importeure und Organisatoren. Die Aufnahme in den BDS markierte einen wichtigen Meilenstein für ihre Verbreitung im Land.
