Wie ein türkisches Paar in Hamburg durch gemeinsame Mahlzeiten neue Freundschaften knüpft
Philipp SchulteWie ein türkisches Paar in Hamburg durch gemeinsame Mahlzeiten neue Freundschaften knüpft
Ein türkisches Ehepaar aus Hamburg hat kürzlich im Rahmen einer lokalen Initiative mit Fremden gemeinsam gegessen. Der Verein "Willkommensessen" organisiert solche Treffen, um Neuankömmlinge und langjährige Bewohnerinnen und Bewohner zusammenzubringen. Bei einer solchen Veranstaltung trafen Sevgi und Kadir, eine türkische Familie, mit Einheimischen bei selbstgemachtem Essen und angeregten Gesprächen zusammen.
An einem Sonntagabend richtete Laura Trager ein "Blind Date"-Abendessen für vier Menschen aus, die sich zuvor noch nie begegnet waren. Die Veranstaltung war Teil des "Willkommensessen"-Projekts, das interkulturellen Austausch in entspannter Atmosphäre fördert. Sevgi und Kadir nahmen teil und brachten als Beitrag selbstgemachten Börek mit – eine traditionelle türkische Teigspeise.
Das Paar war nach Deutschland gekommen, nachdem Kadir, ein Elektroingenieur, vor politischer Verfolgung in der Türkei geflohen war. Inzwischen in Hamburg angekommen, bessern sie ihr Deutsch in einem C1-Sprachkurs auf. Das Bestehen der Prüfung würde ihnen den Wiedereinstieg in ihren Beruf erleichtern. Trotz Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche haben sich ihre beiden Söhne gut eingelebt: Sie besuchen örtliche Schulen und fühlen sich in der Stadt wohl. Derweil informiert der "Willkommensessen"-Verein seine Mitglieder jeden Freitag per E-Mail über die Aktivitäten und Neuigkeiten der Woche.
Das nächste Ziel der Familie ist es, eine eigene Wohnung in Hamburg zu finden. Durch Sprachkurse und Gemeinschaftsveranstaltungen wie das "Willkommensessen" soll ihr Ankommen erleichtert werden. Bis dahin konzentrieren sich Sevgi und Kadir darauf, sich in Deutschland eine stabile Zukunft aufzubauen.
