24 March 2026, 02:15

Willichs umstrittenes Bauprojekt: 200 Wohnungen gegen Grünflächen und Anwohnerproteste

Große Gruppe von Menschen marschiert mit Protestschildern und Transparenten die Straße entlang, mit Pflanzen auf der rechten Seite und einem Gebäude im Hintergrund.

Willichs umstrittenes Bauprojekt: 200 Wohnungen gegen Grünflächen und Anwohnerproteste

Willich treibt ein neues Wohnbauprojekt voran, um die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern. Auf dem 2,9 Hektar großen Gelände Moltkedorf, das einst als Flüchtlingsunterkunft diente, sollen bald 200 Wohneinheiten entstehen – eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern. Doch bei Anwohnern stößt das Vorhaben wegen seiner Größe und der ökologischen Folgen auf massive Kritik.

Die Stadt plant, die Flüchtlingsunterkunft Moltkedorf bis Ende des Jahres zu schließen, um Platz für den Bau zu schaffen. Die Anlage wird im Innenhofstil angelegt, mit Zugang über die Moltkestraße und einer einseitig befahrbaren Ringstraße, die alle Gebäude verbindet. Parkplätze und Garagen sind ebensowenig vergessen wie Rad- und Fußwege, die die Krusestraße mit An Liffersmühle verbinden.

Die Anwohner zeigen sich jedoch besorgt über die hohe Bebauungsdichte. Viergeschossige Wohnblocks werden direkt an Kleingärten grenzen und, wie einige befürchten, eine "hohe Mauer aus Gebäuden" bilden. Viele fürchten den Verlust von Grünflächen, die derzeit für bessere Luftqualität sorgen, Regenwasser aufnehmen und Lebensraum für Tiere bieten. Besonders kritisch sehen sie den Grünstreifen an der Moltkestraße 31–35, der sowohl als Habitat als auch als natürliche Barriere dient.

Verkehr und Lärm sind weitere zentrale Themen. Die Anwohner rechnen mit mehr Staus, höherer Luftverschmutzung und möglichen Parkplatzengpässen – trotz der von der Stadt geplanten Maßnahmen. Offene Fragen gibt es zudem zur Infrastruktur, zur städtebaulichen Gestaltung und dazu, wie sich das Projekt auf die Luftzirkulation und die Klimaresilienz auswirken wird.

Das Moltkedorf-Projekt soll Willichs Wohnungsmangel mit 200 neuen Wohnungen entgegenwirken. Doch die Bürger wehren sich weiterhin und betonen, dass Grünflächen und ökologisches Gleichgewicht nicht dem Bauvorhaben geopfert werden dürfen. Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, den dringenden Wohnraumbedarf mit den Sorgen der Bevölkerung um Lebensqualität und Umweltschutz in Einklang zu bringen.

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