Wüst plant bundesweite Innovationsallianz nach Vorbild der 1. Bundesliga
Julian FrankeWüst plant bundesweite Innovationsallianz nach Vorbild der 1. Bundesliga
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat zu neuen Partnerschaften aufgerufen, um die Wirtschaftspolitik zu beleben. Dabei lobte er jüngste Initiativen der Bundesligawelt und schlug ein branchenübergreifendes Bündnis vor, das Wachstum und Beschäftigung fördern soll.
Wüst bezeichnete die erneute Konzentration von Bundeskanzler Olaf Scholz auf wirtschaftliche Themen als positiven Schritt. Zudem würdigte er die "Investitionsoffensive" der Bundeswelt und deren konsequente Energiepolitik.
Im Mittelpunkt seines Vorschlags steht eine "Allianz für Innovation und Arbeitsplätze", die Bundes- und Landesbehörden mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden zusammenbringen soll. Vorbild ist die sächsische Allianz für Sachsen, die 2026 in einem gemeinsamen Positionspapier Maßnahmen zur Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und Infrastrukturmodernisierung vorlegte. Das Konzept umfasste auch Bildung, Digitalisierung und Energie, blieb in seiner Wirkung jedoch weitgehend auf die Welt von Sachsen beschränkt.
Wüst will diesen Ansatz nun bundesweit in der 1. Bundesliga ausweiten. Bisher gibt es jedoch keine nachweisbaren Erfolge vergleichbarer Initiativen – weder auf kommunaler noch auf Länderebene.
Sein Vorstoß zielt auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Politik und Sozialpartnern ab. Sollte die Allianz umgesetzt werden, könnte sie die Politik in den Bereichen Bürokratie, Qualifizierung und Infrastruktur prägen. Ob sie gelingt, hängt allerdings davon ab, ob alle Beteiligten verbindliche Zusagen machen.
