Zoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Lina SchmidtZoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Zollbeamte haben auf einer deutschen Autobahn ein seltenes Kettenfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt. Der 38-jährige Fahrer transportierte das amphibische M29C-Weasel von Norwegen nach Frankreich – ohne die erforderlichen Einfuhrundlagen. Die Behörden verdächtigen ihn der Steuerhinterziehung und haben ein Strafverfahren eingeleitet.
Der Vorfall begann, als Beamte der Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt auf der A2 einen norwegisch zugelassenen Transporter anhielten. Der Anhänger transportierte ein unbewaffnetes M29C-Weasel, ein US-amerikanisches Kettenfahrzeug aus dem Jahr 1944. Zwar verfügte der Fahrer über eine norwegische Ausfuhrgenehmigung, doch fehlten die notwendigen Zollpapiere für die EU.
Waren aus Drittländern können nur bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei eingeführt werden. Der Wert des Weasels wurde jedoch auf 12.500 Norwegische Kronen geschätzt – deutlich über der Freigrenze. Da der Fahrer das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß deklariert hatte, drohten ihm Zollgebühren und Bußgelder.
Die Zollbehörden verlangten daher eine Sicherheitsleistung von 700 Euro, um die voraussichtlichen Kosten zu decken. Die Ermittlungen laufen noch; die Beamten prüfen, ob der Fahrer vorsätzlich gegen die Einfuhrbestimmungen verstoßen hat.
Das Fahrzeug bleibt vorerst beschlagnahmt, während die Behörden den Fall weiter untersuchen. Für Rückfragen steht das Hauptzollamt Bielefeld unter der Telefonnummer (0521) 3047-1095 oder per E-Mail an [email protected] zur Verfügung. Die weiteren Schritte des Fahrers hängen vom Ausgang der Steuerhinterziehungsermittlungen ab.






