Zoll zerschlägt illegale Tabakfabrik: 55.000 Euro Steuerausfall und Drogenfunde in Münster
Lina SchmidtZoll entdeckt illegale Tabak- und Zigarettenproduktion - Zoll zerschlägt illegale Tabakfabrik: 55.000 Euro Steuerausfall und Drogenfunde in Münster
Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben in Münster einen illegalen Produktionsring zerschlagen. Im Fokus standen Wasserpfeifentabak, Zigaretten, Medikamente und gefälschte Arzneimittel. Drei Männer – 27, 33 und 45 Jahre alt – müssen sich nun wegen Steuerhinterziehung und Betrugs verantworten.
Ein 33-jähriger Syrer leitete die illegalen Anlagen, in denen unversteuerter Tabak und gefälschte Medikamente hergestellt wurden. Seine Produktion konnte stündlich bis zu 5.600 Zigaretten ausspucken. Die Behörden schätzen den Steuerausfall durch diese Machenschaften auf über 55.000 Euro.
Bei Razzien beschlagnahmten die Beamten große Mengen illegaler Ware: 130 Kilogramm gefälschten Wasserpfeifentabak, 15 Kilogramm Feinschnittabak und fast 70 Kilogramm Rauchtabak. Zudem fanden sie im Haus und in der Garage des Hauptverdächtigen 31.000 unversteuerte Zigaretten, 4.000 illegale E-Zigaretten und weitere 40 Kilogramm Rauchtabak. Bei dem 27-jährigen Komplizen wurden in seiner Wohnung gefälschte Potenzmittel, Kokain und ein verbotenes Messer sichergestellt. Der 45-Jährige aus Coesfeld wurde hingegen wegen der Herstellung und des Verkaufs unversteuerten Tabaks festgenommen. Die Ermittler beschlagnahmten zudem 3 Kilogramm Captagon, 350 Gramm Marihuana und 30.000 gefälschte Zigaretten. Allen drei Beschuldigten drohen nun schwere Anklagen; der 45-Jährige sitzt bereits wegen Steuerhinterziehung und Betrugs in Untersuchungshaft.
Durch die Aktion wurde ein großangelegtes illegales Produktionsnetzwerk ausgehoben. Die Behörden sicherten erhebliche Mengen unversteuerter Waren und gefährlicher Substanzen. Der Fall wird nun vor Gericht verhandelt – der Steuerausfall beläuft sich auf mehr als 55.000 Euro.
