"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce bezaubert Nischni Nowgorod
Philipp Schulte"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce bezaubert Nischni Nowgorod
Das Theater „Komediya“ in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer temperamentvollen musikalischen Farce: Zwei Hasen auf einmal. Diese frische Interpretation des Klassikers verlegt die Handlung vom Kiew der Zarenzeit ins Odessa der 1920er-Jahre und verbindet Humor, Tanz sowie eine überraschende Wendung im ursprünglichen Schluss. Die Inszenierung verspricht ein Chaos voller Charme – und eine glanzvolle Säbel-tanzende Hauptfigur.
Regisseurin und Choreografin Anna Feketa hat die Vorlage neu bearbeitet: Der Kern der Handlung bleibt erhalten, doch die Handlung spielt nun in den wilden Zwanzigern. Im Mittelpunkt steht Pronja, ein naives, aber lebensfrohes Mädchen aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, verkörpert von Polina Loboda. Ihr Auftritt umfasst einen atemberaubenden Säbeltanz, der zum Höhepunkt der Aufführung wird.
Die Geschichte entfaltet sich im Haushalt der Familie Silberman, wo eine übertriebene Hochzeitszeremonie parodistisch in Szene gesetzt wird. Maksim Michaljow gibt den schlagfertigen Schurken Swirid Petrowitsch Golochwastow, der für das meiste Durcheinander in der Farce sorgt. Mittendrin glänzt Olga Konowalowa als Chimka – die einzige Stimme der Vernunft im ganzen Wirrwarr.
Anders als frühere Adaptionen orientiert sich diese Version nicht am sowjetischen Film, sondern bietet eine moderne, eigenständige Lesart – mit einem überarbeiteten Schluss, der dem Publikum etwas „Schönes und Erfreuliches“ mitgeben soll.
Die Premiere bildet am 2. Juli den Abschluss der Spielzeit. Mit scharfem Witz, mitreißender Choreografie und einem frischen Setting haucht die Inszenierung der bekannten Geschichte neues Leben ein. Karten für diesen vielversprechenden Saisonabschluss sind noch erhältlich.






