38.000 Unterschriften gegen die Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld
Julian Franke38.000 Unterschriften gegen die Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld
Gegner der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld haben fast 38.000 Unterschriften gesammelt. Die unter dem Titel "Deutschlands Fahrplan überdenken" eingereichte Petition fordert einen Stopp für neue Schnellbahntrassen und setzt stattdessen auf die Modernisierung des bestehenden Streckennetzes. Die Initiatoren argumentieren, dass das Vorhaben weder kosteneffizient noch umweltverträglich sei.
Die Kampagne wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband sowie Fraueninitiativen aus Ostwestfalen getragen. Gemeinsam brachten sie 31.000 Unterschriften auf Papier und weitere 6.600 online zusammen. Nach monatelanger Vorbereitung wird die Petition nun vom Petitionsausschuss in Berlin geprüft.
Die Bahn hatte zwölf mögliche Trassenvarianten für die Neubaustrecke vorgeschlagen und mit kürzeren Reisezeiten geworben. Durch zusätzliche Gleise und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h sollte sich die Fahrzeit zwischen Hannover und Bielefeld von 48 auf 31 Minuten verkürzen. Die Unterzeichner bestehen jedoch darauf, dass der Ausbau des bestehenden Netzes die nachhaltigere und günstigere Alternative wäre.
Statt neuer Hochgeschwindigkeitskorridore fordert die Initiative eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeiten im Schienenverkehr. Dies käme nach ihrer Überzeugung sowohl dem Klima als auch den Steuerzahlern zugute.
Die Petition hat es auf die Tagesordnung des Ausschusses geschafft und sichert damit eine weitere Debatte. Sollten die Vorschläge angenommen werden, könnte dies die Bahnstrategie Deutschlands grundlegend verändern. Bis dahin bleibt die Zukunft der Schnellbahnverbindung Hannover–Bielefeld ungewiss.






