Afghanistan kämpft gegen tödliche Kältewelle mit über 70 Toten
Eisige Kältewelle hält Afghanistan im Griff – mindestens 70 Tote
In Afghanistan herrscht eine extreme Kältewelle: In Kabul fallen die Nachttemperaturen auf zweistellige Minusgrade. Wie der Afghanische Rote Halbmond mitteilt, hat das eisige Wetter bereits mindestens 70 Menschen das Leben gekostet. Eingefrorene Wasserleitungen und unterbrochene Lebensmittelversorgungen lassen Befürchtungen steigen, dass die Opferzahl weiter anwächst.
Besonders hart trifft die bittere Kälte ländliche Gemeinden. Tausende Nutztiere sind bereits verendet, was die ohnehin prekäre Nahrungsmittelknappheit in abgelegenen Regionen weiter verschärft. Berichte des Afghanischen Roten Halbmonds bestätigen zahlreiche Todesfälle – darunter auch Kinder – in den nördlichen und südwestlichen Landesteilen.
Außerhalb der großen Städte sind viele Menschen aufgrund der Wirtschaftskrise nicht in der Lage, sich vor den eisigen Bedingungen zu schützen. Rettungsteams sind vor Ort im Einsatz und leisten medizinische Hilfe für Kinder und Familien. Zudem werden Lebensmittelpakete für die Verteilung vorbereitet.
Der Verein Solingen hilft e.V. unterstützt die Hilfsmaßnahmen mit einer Spende von 5.000 Euro an Friedensdorf International, eine Organisation, die seit den 1980er-Jahren medizinische Hilfe in Afghanistan leistet. Es ist nicht das erste Mal, dass der Verein die Arbeit der Gruppe in der Region fördert.
Die Zahl der Kältetoten ist auf 70 gestiegen, darunter auch Kinder. Um weitere Opfer zu verhindern, wird Nothilfe mobilisiert. Die Mittel von Solingen hilft e.V. sollen dazu beitragen, besonders gefährdeten Menschen Lebensmittel und medizinische Versorgung zukommen zu lassen.
