31 March 2026, 00:17

Afrikanische Schweinepest in NRW: Sperrzonen und Schutzmaßnahmen gegen die Seuche

Eine Gruppe von Schweinen steht in einem Stall mit einem Gebäude und Fenstern im Hintergrund, die besorgt aussehen.

Afrikanische Schweinepest in NRW: Sperrzonen und Schutzmaßnahmen gegen die Seuche

Afrikanische Schweinepest breitet sich in Wäldern Nordrhein-Westfalens aus

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In Nordrhein-Westfalen grassiert ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der erste infizierte Wildschweinkadaver wurde vor etwa dreieinhalb Monaten in Kirchhundem im Kreis Olpe entdeckt. Seither ergreifen die Behörden strenge Maßnahmen, um das Virus einzudämmen und eine Übertragung auf Hausschweine zu verhindern.

Der erste Fall trat Ende 2023 auf, als bei einem toten Wildschwein im Kreis Olpe die ASP nachgewiesen wurde. Seit diesem Fund wurden rund 170 weitere infizierte Tiere in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein registriert.

Um die Ausbreitung zu stoppen, haben die Behörden in drei Kreisen – Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis – Sperrzonen eingerichtet. In den am stärksten betroffenen Gebieten ist die Bewegung auf ausgewiesene Wege beschränkt, Hunde müssen an der Leine geführt werden, und das Betreten von Wäldern und Wiesen ist verboten. Auch das Pilzesammeln wurde untersagt, um den menschlichen Verkehr in kontaminierten Zonen zu reduzieren.

Spezialeinsatzteams mit LeichenSuchhunden und Drohnen haben bereits etwa 100 Quadratkilometer Wald durchkämmt. Gleichzeitig umschließt ein 114 Kilometer langer Schutzzaun nun ein Kerngebiet von rund 143.000 Hektar. Tägliche Streifen dienen dazu, infizierte Wildschweinkadaver aufzuspüren und zu beseitigen.

Das Agrarministerium hat verschärfte Hygienevorschriften erlassen, darunter das Absagen traditioneller Osterfeuer im Kreis Olpe, um weitere Kontaminationen zu vermeiden. Wer gegen die Auflagen verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen – schon achtlos weggeworfene Lebensmittel, insbesondere Fleischreste, können Wildschweine anlocken, die sich an Abfällen infizieren.

Das Ziel bleibt klar: Das Virus auf ein begrenztes Gebiet zu isolieren und zu verhindern, dass es auf Nutztierbestände übergreift, was schwerwiegende wirtschaftliche und landwirtschaftliche Folgen hätte.

Die Behörden haben ihre Anstrengungen intensiviert, um den Vormarsch der ASP zu stoppen – mit Zäunen, Suchtrupps und Bewegungsbeschränkungen. Im Fokus steht, zu verhindern, dass Wildschweine die Krankheit durch kontaminierte Nahrung oder direkten Kontakt weiterverbreiten. Ohne wirksame Kontrolle könnte der Ausbruch die heimischen Schweinebestände bedrohen und die regionale Landwirtschaft schwer beeinträchtigen.

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