31 March 2026, 20:16

Grenzübergang Marienborn: Ein Zeitzeuge berichtet über Flucht und Alltag im Kalten Krieg

Alte Deutschlandkarte mit schwarzem Rand und Text, zeigt detaillierte provinzielle Einteilungen.

Grenzübergang Marienborn: Ein Zeitzeuge berichtet über Flucht und Alltag im Kalten Krieg

Öffentlicher Vortrag zur Geschichte des Grenzübergangs Marienborn am 7. Oktober 2023

Am 7. Oktober 2023 findet ein kostenloser öffentlicher Vortrag über die Geschichte des Grenzübergangs Marienborn statt. Die Veranstaltung der Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck beginnt um 18:00 Uhr und endet um 19:30 Uhr im Hörsaal der Einrichtung. Referent ist Ronald Schreyer, der einst seiner Familie zur Flucht aus der DDR verhalf. Er wird über diesen streng bewachten Grenzposten des Kalten Krieges sprechen.

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Marienborn war der größte und am stärksten gesicherte Übergang zwischen Ost- und Westdeutschland. An der Autobahn Berlin–Helmstedt gelegen, diente er als wichtigste Transitroute zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik. Die Anlage umfasste Kontrollstellen für beide Fahrtrichtungen, Wachtürme und ausgedehnte Sperrsysteme – weitaus mehr als kleinere Grenzübergänge wie Friedland oder Hirschfeld.

Der Vortrag beleuchtet den Aufbau der innerdeutschen Grenze und den Alltag der Menschen in ihrer Nähe. Schreyer analysiert die Strukturen des Kontrollpunkts und gibt Einblicke in das Leben der Grenztruppen und der Bewohner der Sperrzone. Seine persönlichen Erfahrungen umfassen zwei gelungene illegale Grenzübertritte im Jahr 1988, mit denen er seine Familie in die Bundesrepublik brachte.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen; weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0281-203 2590 oder online auf www.vhs-wesel.de.

Der Abend bietet einen authentischen Bericht über einen der prägendsten Grenzorte des Kalten Krieges. Die Teilnehmer erfahren mehr über Marienborns Rolle in der deutschen Teilung und die menschlichen Schicksale hinter den strengen Kontrollen. Der Vortrag endet um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Quelle